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03.01.2013
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Eric Schmidt
Google-Manager will Nordkorea besuchen

Google-Logo bei einer Präsentation in New York: Der Suchmaschinengigant ist bislang noch nicht in Nordkorea vertreten
AFP

Google-Logo bei einer Präsentation in New York: Der Suchmaschinengigant ist bislang noch nicht in Nordkorea vertreten

Bislang ist Nordkorea auf Googles Weltkarte noch ein weißer Fleck - nun will der Verwaltungsratsvorsitzende des weltgrößten Suchmaschinenbetreibers dem Land einen Besuch abstatten. Lockert Machthaber Kim Jong Un die Informationskontrolle?

Seoul - Eric Schmidt werde Nordkorea als erster Spitzenmanager des kalifornischen Unternehmens bereisen und das womöglich noch im Januar, sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur AP. Schmidt solle im Rahmen einer privaten, humanitären Mission unter Leitung des früheren US-Spitzendiplomaten Bill Richardson dorthin reisen. Mit wem sie in Nordkorea zusammentreffen wollen, war zunächst unklar.

Nordkorea gilt als das Land mit der weltweit striktesten Internetkontrolle, steht laut Machthaber Kim Jong Un aber vor einer "industriellen Revolution". In seiner Neujahrsrede kündigte der Staatsführer mehr Investitionen in Forschung und Technologie sowie Computer in allen Schulen und digitale ausgestattete Fabriken an, um die wirtschaftliche Entwicklung des bitterarmen Landes voranzutreiben. Freier Internet-Zugang gehörte bislang nicht zur politischen Strategie.

Schmidt wiederum, der bis 2011 Googles Chart zeigen Vorstandsvorsitzender war, setzt sich dafür ein, Menschen auf der ganzen Welt den Zugang zu Internet und mobiler Technologie zu ermöglichen. "Die Verbreitung von Handys und neuen Kommunikationsformen bietet die Chance, alle miteinander zu vernetzen", sagte er bei einer Rede an der Universität von Boston im Mai. "Diese Vernetzung kann die Gesellschaft in ihren Grundfesten revolutionieren: politisch, sozial und ökonomisch."

Annäherung zwischen Pjöngjang und Washington

Es sei unwahrscheinlich, dass der Internet-Gigant in Nordkorea ein geschäftliches Projekt anstoßen werde, sagte der frühere Asien-Berater des früheren US-Präsidenten George W. Bush, Victor Cha. "Das vielleicht faszinierendste an der Reise ist einfach, das es die Idee dazu gab."

Nordkorea unterhält keine diplomatischen und kaum geschäftliche Beziehungen mit den USA, die ihrerseits den Import nordkoreanischer Produkte verboten haben. Allerdings deutete Pjöngjang schon vor dem Tod von Ex-Staatsführer Kim Jong Il 2011 sein Interesse an verbesserten Kontakten an. Vergangenes Jahr besuchte gar eine nordkoreanische Delegation den Google-Firmensitz in Kalifornien.

mahi/dapd

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