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20.12.2012
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Obermann-Rücktritt
Das richtige Signal an die Aktionäre

Von Astrid Maier

Wachwechsel: Noch-Telekom-Chef Obermann (l.) und der kommende Mann, Timotheus Höttges
dapd

Wachwechsel: Noch-Telekom-Chef Obermann (l.) und der kommende Mann, Timotheus Höttges

Der Abgang René Obermanns von der Spitze der Telekom sendet das richtige Signal. Es ist Zeit für einen Neuanfang, lautet Obermanns Botschaft. Und der richtige Mann dafür ist bereits gefunden.

Es sind die runden Geburtstage im Leben, die Menschen dazu bewegen, verrückte Dinge anzustellen. Frau verlassen, Motorrad kaufen, nochmal von vorne beginnen, solche Sachen eben.

Am 5. März 2013 wird René Obermann 50 Jahre alt. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom Chart zeigen hat deshalb beschlossen, dass Schluss sein soll mit der Karriere als Dax-Schwergewicht. Er gibt zum Ende nächsten Jahres an seinen Finanzchef Timotheus Höttges ab. Obermann will sich in Zukunft lieber bei kleineren Unternehmen einbringen, wieder näher dran sein am Verbraucher.

Anzeichen, dass Obermann amtsmüde ist, gab es bereits. Erst vor Kurzem hat er das größte Problem im Telekom-Reich überhaupt, das malade US-Geschäft, in die Verantwortung seines CFOs Höttges abgeschoben. Schon davor hatte Obermann, wann immer er vor großen Herausforderungen stand, sich gerne Hilfe bei Höttges geholt.

Obermann und Höttges sind auch privat eng befreundet, ein Männerbündnis, wie es nur selten auf Dax-Vorstandsetagen vorkommt. Doch ist es wirklich im Sinne der Aktionäre, einfach aufzuhören, obwohl der Kontrakt, den Obermann selbst unterschrieb, noch weitere zwei Jahre läuft?

Ja. Obermanns Ausstieg sendet das richtige Signal. Seht her: Da ist einer, der nicht mehr weiterwill. Weil er vielleicht nicht mehr weiter kann. Weil er sich zu sehr an den Zwängen des Kolosses Telekom abgerieben hat. Es ist Zeit für einen Neuanfang.

Obermann hat dabei nichts falsch gemacht. Er hat die alten Grabenkämpfe zwischen der Festnetzsparte und der Mobilfunktruppe beendet - und die Geschäfte einfach zusammengelegt. Er hat das darbende Geschäft in Großbritannien in eine Partnerschaft eingebracht - und wird es bald wohl an die Börse bringen. Und er hat sich als Partner mit vielen kleinen Start-ups auf der ganzen Welt zusammengetan - und endlich dem Koloss Telekom den digitalen Zeitgeist eingeflößt.

Die T-Aktie steht dennoch schlecht da. Und Obermann musste neulich die Dividende kürzen, um in neue Netzinfrastruktur investieren zu können. Die Aktionäre waren entsetzt. Vielleicht kann Finanz-Fachmann Höttges den Anteilseignern in Zukunft besser erklären, warum Konzerne solche Einschnitte vornehmen müssen, um in die Zukunft zu investieren.

Paukenschlag: Obermann gibt Telekom-Chefsessel ab

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