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07.12.2012
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Milliardeninvestitionen
Deutsche Telekom kürzt Dividende

Telekom-Chef Obermann: "Allein für den Ausbau der deutschen Breitbandinfrastruktur im Festnetz sind bis 2020 Investitionen von rund sechs Milliarden Euro vorgesehen"
DPA

Telekom-Chef Obermann: "Allein für den Ausbau der deutschen Breitbandinfrastruktur im Festnetz sind bis 2020 Investitionen von rund sechs Milliarden Euro vorgesehen"

Die Deutsche Telekom hat ihre neue Strategie festgezurrt: Mit Milliardeninvestitionen in die deutschen und amerikanischen Breitbandnetze will der Konzern den Umschwung schaffen. Dafür kürzt Vorstandschef René Obermann allerdings die Dividende.

Bonn - Die Dividende soll in den nächsten beiden Jahren von 70 Cent auf 50 Cent fallen, sagte Telekom-Chef René Obermann bei einem Kapitalmarkttreffen in Bonn. Damit reiht sich der Konzern ein in die Riege der ehemaligen europäischen Staatsmonopolisten, die ihre Dividenden stark zurückgefahren haben. Zudem will die Telekom 2013 knapp zehn Milliarden Euro investieren.

Allein für den Ausbau der deutschen Breitbandinfrastruktur im Festnetz seien bis 2020 Investitionen von rund sechs Milliarden Euro vorgesehen, so Obermann. Zusätzlich erfüllte er langgehegte Hoffnungen am Markt, dass die Telekom als letzter landesweiter Anbieter in den USA Apple-Produkte ins Programm nimmt. Im nächsten Jahr sollen gemeinsame Produkte auf den Markt kommen. Bisher ist es eines der größten Makel von T-Mobile USA, dass es das begehrte iPhone nicht im Programm hat.

Die Investitionsoffensive soll schon bald Früchte tragen. Einschließlich der geplanten Fusion mit dem US-amerikanischen Regionalanbieter MetroPCS soll der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sonderposten (bereinigtes Ebitda) im kommenden Jahr 18,4 Milliarden Euro betragen. Das Ziel für dieses Jahr liegt bei 18 Milliarden Euro.

Der freie Barmittelzufluss soll allerdings von angepeilten sechs Milliarden Euro in diesem Jahr auf fünf Milliarden Euro sinken. Erst 2015 soll er wieder auf den vorigen Wert ansteigen. Auch auf der Umsatzseite soll es nach steten Rückgängen wieder aufwärts gehen. Im wichtigen Heimatmarkt soll sich der Umsatz 2014 stabilisieren.

Geringer Umsatz in Europa, schwaches Netz in den USA

Die Deutsche Telekom Chart zeigen hat es insbesondere in Europa schwer. Während in den USA der Markt weiter wächst und Telefonierer bereit sind, immer mehr Geld besonders für mobiles Internet auszugeben, liegt der monatliche Durchschnittsumsatz in Europa etwa bei der Hälfte. Verbraucher achten angesichts der Schuldenkrise und der schwachen Konjunktur auf Preise und wechseln zu Billiganbietern. Zudem deckeln Regulierer Einnahmequellen wie Preise für SMS, das Weiterleiten von Anrufen ins eigene Netz und Roaminggebühren im Ausland immer weiter. Besonders ehemalige Staatsmonopolisten mit teuren Netzen und einer traditionell sehr großen Belegschaft sehen ihre Marge kontinuierlich schrumpfen.

Aber auch in den USA muss die Telekom stark investieren, weil ihr Netz im Vergleich zu den Platzhirschen AT&T und Verizon Chart zeigen große Lücken hat. Mit der Aufrüstung des Mobilfunknetzes auf den neuesten Standard wollen die Bonner verhindern, dass ihnen auch die Nummer drei Sprint Nextel Chart zeigen davon zieht. Sie hatte sich jüngst von dem finanzstarken japanischen Softbank-Konzern Chart zeigen übernehmen lassen.

Anders als der Großteil der Konkurrenz hat die Telekom lange an ihrem hohen Dividendenniveau festgehalten. Dabei nehmen die Bonner den freien Barmittelzufluss zum Maßstab, nicht den Überschuss. Um die Dividende zu bezahlen und Aktionäre angesichts sinkender Aktienkurse bei Laune zu halten, greifen sie aber tief in die Reserven.

Hätte Unternehmenschef Obermann wie geplant die amerikanische Mobilfunktochter an AT&T verkaufen dürfen, wären 39 Milliarden US-Dollar nach Bonn geflossen. Nun, da er die Sparte mit dem US-Anbieter MetroPCS zusammenlegt, muss er noch Geld drauflegen. Spielraum für Dividenden, die den Überschuss übersteigen, bleibt so nicht.

mgdpa-afx

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