Freitag, 29. Mai 2015

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TV-Fabriken Japan-Riese Sharp startet Notverkauf

TV-Geräte: Sharp muss Fabriken für Fernseher notverkaufen

Deal aus blanker Not: Weil Japans Elektroriese stark angeschlagen ist, braucht das Unternehmen schnell Bares - und bekommt es kaum noch als weiteren Kredit von Banken. Jetzt haben die Manager nach Medieninformationen einen Ausweg gefunden. Sharp verkauft auf die Schnelle drei TV-Fabriken.

Tokio - Der schwer angeschlagene japanische Elektronikkonzern Sharp will einem Medienbericht zufolge für umgerechnet 514 Millionen Euro drei Fernseherfabriken an seinen taiwanischen Partner Hon Hai Precision verkaufen. Dabei handele es sich um die Standorte in Mexiko, China und Malaysia, berichtete die Zeitung "Sankei" am Samstag.

Die Trennung von der Fabrik in Mexiko könne noch im Dezember beginnen. Auf diese habe es Hon Hai besonders abgesehen, zitierte das Blatt aus Sharp-Kreisen. Außer den drei genannten hat Sharp Börsen-Chart zeigen noch eine vierte Fernseherfertigung im Ausland. Sie befindet sich in Polen.

Der japanische Konzern hat mit seinen hohen Schulden, Verlusten und einem dramatisch gesunkenen Börsenwert zu kämpfen. An den Kapitalmärkten kann er sich kein frisches Geld beschaffen und wird von seinen beiden wichtigsten Banken am Leben gehalten. Hon Hai kooperiert mit Sharp bereits im TV-Bildschirmgeschäft. Der Konzern aus Taiwan sollte mit knapp 10 Prozent bei Sharp einsteigen und damit größter Aktionär werden. Aber da das taiwanische Unternehmen mehr Einfluss für sein Geld haben will, sind die Verhandlungen festgefahren.

kst/rtr

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