Samstag, 28. März 2015

Bruchsal NSN will weiteres Werk schließen

NSN-Mitarbeiter: 650 weitere Jobs könnten gefährdet sein

Nokia Siemens Networks hatte Anfang 2012 angekündigt, 2900 Stellen in Deutschland zu streichen. Der Standort in Bruchsal sollte allerdings erhalten bleiben. Nach Angaben der IG Metall droht nun aber auch hier eine Werksschließung.

Bruchsal - Nokia Siemens Networks habe auf einer Betriebsversammlung mitgeteilt, das Werk in Bruchsal so schnell wie möglich schließen zu wollen, sagte der Gewerkschaftssekretär der IG Metall Bruchsal, Dirk Becker. Betroffen seien rund 650 Mitarbeiter.

Nokia Siemens Networks war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Konzern hatte vor einem Jahr angekündigt, weltweit 17.000 Stellen zu streichen. Im Januar präzisierte NSN dann die Angaben und teilte mit, dass in Deutschland 2900 Arbeitsplätze betroffen sind. Bruchsal sollte allerdings neben vier weiteren Standorten erhalten bleiben.

Der Netzwerkausrüster kämpft seit seiner Gründung 2007 mit Verlusten und wachsender Konkurrenz aus dem Fernen Osten. Für Nokia und Siemens Börsen-Chart zeigen hat sich das Geschäft mit Telefonnetzen zu einem Milliardengrab entwickelt. Erst im vergangenen Jahr pumpten die beiden eine Milliarde Euro in die Sorgentochter. Ein Teilverkauf an Finanzinvestoren war zuvor gescheitert, ein Ausstieg mittels Börsengang gilt unter Experten als aussichtslos.

mg/dpa-afx

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