Facebookmanager magazin RSS  - Facebook

Alle Artikel und Hintergründe


22.11.2012
Twitter GooglePlus Facebook

Regeländerungen
Facebook schafft Nutzerabstimmung ab

Neue Regeln bei Facebook: Nutzer sollen wichtige Regeländerungen künftig nur noch kommentieren können
REUTERS

Neue Regeln bei Facebook: Nutzer sollen wichtige Regeländerungen künftig nur noch kommentieren können

Bisher haben Facebook-Nutzer die Möglichkeit, mit Abstimmungen über Regeländerungen mitzuentscheiden. Nur wenige Mitglieder machen jedoch Gebrauch davon. Nach einer Mini-Wahlbeteiligung soll das gescheiterte Demokratieexperiment nun beendet werden.

Berlin - Facebook will nach geringer Beteiligung die Mitgliederabstimmungen über wichtige Regeländerungen abschaffen. Stattdessen solle es unter anderem mehr Gelegenheiten geben, direkt Fragen an die Verantwortlichen für Datenschutz zu stellen, kündigte das weltgrößte Onlinenetzwerk an.

Die vergangene Abstimmung über Änderungen der Regeln für Nutzung und Datenschutz war im Juni zur Farce geraten. Die Beteiligung lag mit 350.000 Nutzern bei nur 0,04 Prozent statt der erforderlichen 30 Prozent aller Mitglieder.

Mit inzwischen mehr als einer Milliarde aktiver Nutzer ist es praktisch unmöglich geworden, die Marke von 30 Prozent zu erreichen. Künftig soll es statt einer Abstimmung weitere Möglichkeiten für Kommentare geben.

Die Facebook-Nutzer bekommen nun Zeit bis zum 28. November, die Vorschläge zu kommentieren. Bisher lösen 7000 Kommentare zu Änderungsvorschlägen automatisch eine Abstimmung aus. Damit könnte es diesmal eine Abstimmung über die Abschaffung der Abstimmung geben. Allerdings dürfte es an ihrem Ausgang angesichts der hohen Beteiligungshürde kaum Zweifel geben. Nehmen an einer Abstimmung weniger als 30 Prozent der Mitglieder teil, setzt Facebook Chart zeigen nach der bisherigen Regelung die Änderungen einfach in Kraft.

Neue Datenschutzeinstellungen

Außerdem kündigte Facebook eine Erneuerung der Datenschutzeinstellungen an. So behält sich das Onlinenetzwerk das Recht vor, Daten mit Konzerntöchtern zu teilen - was angesichts von Übernahmen wie etwa dem Kauf des Fotodienstes Instagram notwendig wurde. Außerdem streicht Facebook die Möglichkeit, den Kreis der Nutzer einzuschränken, die einem E-Mail-Nachrichten schicken können. Stattdessen soll es neue Filter geben. Auch wird jetzt klarer darauf hingewiesen, dass andere unter Umständen weiterhin Informationen sehen können, die man aus dem eigenen Profil entfernt hat.

Unter anderem deutsche Datenschützer hatten das Verfahren angesichts der hohen Beteiligungshürde scharf kritisiert. Zudem warfen sie Facebook vor, die Mitglieder nicht ausreichend über die Abstimmung informiert zu haben. Diesmal bekommen alle Facebook-Nutzer E-Mails, die über die geplanten Änderungen informieren.

Das Onlinenetzwerk, das immer wieder von Datenschützern kritisiert wird, nannte die Abstimmungen oft als Beispiel für die Möglichkeiten der Nutzer, die Regeln mitzugestalten. Das System wurde 2009 eingeführt, als Facebook rund 200 Millionen Nutzer hatte.

Jetzt soll es unter anderem regelmäßige Live-Schaltungen mit der für Datenschutz zuständigen Managerin Erin Egan geben. Das bisherige System habe die Zahl der Kommentare vor die Qualität gestellt, argumentierte Kommunikationschef Elliot Schrage. Die Abstimmung im Juni wurde maßgeblich von der Wiener Datenschutzgruppe "Europe vs. Facebook" ausgelöst, die Nutzer aufgerufen hatte, einen vorgefertigten Satz zur Ablehnung der vorgeschlagenen Regeln in die Kommentarmaske zu kopieren.

mg/dpa

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH



Hintergründe, Artikel, Fakten

finden Sie auf den Themenseiten zu ...










Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger