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14.11.2012
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Wegen Umsatzrückgang
Infineon zwingt sich zum Sparen

Reinraum von Infineon: Hier arbeiten künftig wohl weniger Leiharbeiter
Infineon

Reinraum von Infineon: Hier arbeiten künftig wohl weniger Leiharbeiter

Die Halbleiterbranche reagiert besonders sensibel auf Konjunktureinbrüche. Das zeigen die Jahreszahlen von Infineon exemplarisch. Nach einem kräftigen Gewinnrückgang startet der Dax-Konzern nun ein Sparprogramm - samt Kurzarbeit und Leiharbeiter-Reduktion.

Neubiberg - Der Halbleiterkonzern Infineon rüstet sich für härtere Zeiten. Nach einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 hat der Automobil- und Industriezulieferer bereits 1100 Mitarbeiter im nordrhein-westfälischen Warstein in Kurzarbeit geschickt. Nicht ausgelastete Produktionsanlagen würden vorübergehend abgeschaltet, Zeitarbeiter reduziert, und Gehaltserhöhungen seien verschoben worden, kündigte Infineon heute an.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis 30. September 2012) brach der Gewinn des Automobil- und Industriezulieferers ein. Der Überschuss fiel von 1,1 Milliarden auf 427 Millionen Euro. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten sank von 744 Millionen auf 432 Millionen Euro. Der Umsatz ging um zwei Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zurück. Im Vorjahr hatte Infineon Chart zeigen die Erlöse noch um ein Fünftel gesteigert.

Der neue Vorstandschef Reinhard Ploss sagte in Neubiberg bei München: "Der konjunkturelle Gegenwind wird stärker. Und wir sehen nicht, dass er sich schnell drehen wird." Infineon stelle sich im neuen Geschäftsjahr auf einen kräftigen Umsatz- und Gewinnrückgang ein. Vor allem die Investitionsgüter-Industrie bestelle deutlich weniger Chips. Erst ab April dürfte es wieder besser werden.

Sparkurs ohne Stellenabbau

Der Umsatz sank nur leicht von 4,0 auf 3,9 Milliarden Euro - das lange florierende Geschäft mit Chips für Airbags, Motorensteuerung, Scheibenwischer und andere Anwendungen in Autos konnte sogar noch zulegen, während die Nachfrage für Chips in Industrieanlagen oder Unterhaltungselektronik absackte. Im laufenden Quartal erwartet Infineon einen Umsatzrückgang von mindestens 10 Prozent und eine Halbierung der Ergebnismarge auf annähernd 5 Prozent.

Bereits seit Oktober sind rund 1100 Mitarbeiter im nordrhein-westfälischen Warstein in Kurzarbeit, wie ein Sprecher sagte. Dort werden vor allem Chips für Windräder und Loks gefertigt. Die Maßnahme läuft zunächst bis März. Infineon beschäftigt in Deutschland jetzt 8400 Mitarbeiter. Stellenabbau ist nicht geplant. Nachdem Infineon im vergangenen Jahr weltweit rund 1000 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt hatte, soll der Personalstand jetzt eingefroren bleiben. Das Investitionsbudget wird von 890 auf 400 Millionen Euro halbiert. Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden verschoben.

Im laufenden Geschäftsjahr 2012/13 erwartet Infineon einen Umsatzrückgang zwischen 5 und 9 Prozent. Die Ergebnismarge soll von 13,5 Prozent auf 5 bis 9 Prozent sinken. Seinen Aktionären will das Unternehmen aber eine unveränderte Dividende von 12 Cent zahlen.

wed/dapd/dpa

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