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14.11.2012
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Ende der roten Zahlen
Sky sieht erneut schwarz

Sky-Kameramann: Die Bundesliga-Übertragungen ziehen Abonnenten an
dapd

Sky-Kameramann: Die Bundesliga-Übertragungen ziehen Abonnenten an

Jahrelang schrieb der Bezahlfernsehsender Sky Deutschland nur Verluste - diese Serie scheint gestoppt. Steigende Abozahlen führten zum zweiten Mal in Folge zu einem operativen Gewinn. Unter dem Strich bleibt zwar ein Fehlbetrag - doch Investoren stört das nicht.

München - Im dritten Quartal sei ein Betriebsergebnis (Ebitda) von 18,6 Millionen Euro erzielt worden, teilte das früher unter dem Namen Premiere bekannte Unternehmen heute mit. Auch im zweiten Vierteljahr hatte Sky mit 23 Millionen Euro bereits einen Gewinn im operativen Geschäft erzielt - davor hing der Sender vier Jahre in der Verlustzone fest.

Unter dem Strich war die Münchner Firma aber weiter defizitär: Im abgelaufenen Quartal schlug ein Fehlbetrag von 16,5 Millionen Euro zu Buche. Anleger deckten sich mit Sky-Aktien Chart zeigen ein. Die Titel des im MDax Chart zeigen gelisteten Unternehmens stiegen 4,4 Prozent auf 3,51 Euro.

Getragen wird der Erfolg von Neukunden: Die Zahl der Abonnenten zog im dritten Quartal um 80.000 auf 3,21 Millionen an. Analysten hatten im Schnitt mit 85.400 neuen zahlenden Zuschauern und einem Ebitda von 8,7 Millionen Euro gerechnet. Hinzu kam noch ein zweiter Faktor: Da der Anstoß für die neue Fußball-Bundesligasaison wegen der Olympischen Spiele im Sommer drei Wochen später erfolgte als üblich, sparte sich Sky im dritten Quartal ein Teil der Produktionskosten für die Fußballshow.

Murdoch-Vertrauter bringt die Wende

Die Kicks aus der Topliga sind ein Zuschauermagnet, den sich Sky viel kosten lässt. Auf der Auktion der Übertragungsrechte im Frühjahr für vier Jahr unternahm Sky alles, um Mitbieter Deutsche Telekom auszustechen. Das gelang, allerdings zu einem hohen Preis: Sky zahlt ab Sommer 2013 für Live-Rechte pro Saison 486 Millionen Euro - fast doppelt so viel wie bisher. Für die gesamte Ausschreibungszeit von 2013 bis 2017 legt der Sender insgesamt mehr als 1,9 Milliarden Euro auf den Tisch.

Um die Kostenexplosion zu verkraften, peilt Sky 2013 operativ schwarze Zahlen an, wie Sky-Chef Brian Sullivan heute nochmals bekräftigte. Das wäre ein Novum: Der Sender hat in den 20 Jahren seit seiner Gründung erst ein Jahr mit Gewinn abgeschlossen: 2005, als das Unternehmen an die Börse ging.

Sky-Haupteigner ist Rupert Murdoch. Der australische Medienmogul war Anfang 2008 eingestiegen, um aus dem maroden Pay-Kanal eine Cash Cow nach dem Vorbild seiner Sender in Großbritannien und Italien zu machen. Anfangs floppt das - die Wende brachte erst Brian Sullivan, der 2009 das Ruder übernahm. Der Amerikaner hatte vorher 13 Jahren beim britischen Murdoch-Ableger BSkyB gearbeitet. Seit seinem Einstieg hat Murdoch mit seinem Konzern News Corp gut eine Milliarde Euro in das PayTV-Unternehmen gebuttert - ihm gehört knapp die Hälfte der Sky-Aktien.

wed/rtr/dpa

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