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14.11.2012
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Finanzchef wechselt
Facebook wildert bei Zynga

Facebook: Wehner übernimmt hier eine hohe Position in der Finanzabteiliung
REUTERS

Facebook: Wehner übernimmt hier eine hohe Position in der Finanzabteiliung

Mitten in der laufenden Neuausrichtung verliert der "Farmville"-Erfinder Zynga einen weiteren Spitzenmanager. Finanzchef David Wehner geht zu Facebook. Der dortige Finanzvorstand war wegen des verpatzten Börsengangs unter Druck geraten.

San Francisco - Finanzchef David Wehner wechselt zum engen Partner Facebook und wird dort eine hohe Position in der Finanzabteilung einnehmen, wie Zynga bekanntgab. Es ist der jüngste in einer ganzen Reihe von Abgängen.

"Dave bleibt uns allen ein guter Freund, und wir wünschen ihm Erfolg in seiner neuen Funktion", erklärte Zynga-Chef Mark Pincus. Der Gründer und Großaktionär nutzte die Gelegenheit, um nach dem Aderlass von Führungskräften in den vergangenen Monaten mehrere Posten intern neu zu besetzen.

Zynga Chart zeigen schreibt Verluste. Firmenchef Pincus streicht deshalb 150 Stellen. Er versucht gleichzeitig, die Abhängigkeit von den schwächelnden Simulationsspielen wie "Farmville" oder "Cityville" zu verringern, die ihre Fans vor allem im sozialen Netzwerk Facebook Chart zeigen finden. Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen stößt Zynga in Richtung Onlinepoker und -roulette vor.

Haltefrist für Facebook-Mitarbeiter endet

Neuer Finanzchef wird Zyngas oberster Buchhalter Mark Vranesh, der bereits von 2008 bis 2010 diesen Posten bekleidet hatte. Inzwischen ist die Spielefirma aber dem rauen Alltag an der Börse ausgesetzt. Der letzte Schlusskurs lag mit 2,11 Dollar nahe des Allzeittiefs. Beim Börsengang vor einem Jahr kostete das Papier noch zehn Dollar.

Als Lichtblick werteten die Anleger, dass Zynga seine Geschäftsprognose für das Gesamtjahr bestätigte. Die Aktie stieg nachbörslich um mehr als 1 Prozent.

Die Aktie von Facebook, der neuen Arbeitsstätte des bisherigen Zynga-Finanzchefs, verlor dagegen ein halbes Prozent. An diesem Mittwoch laufen Haltefristen aus und Mitarbeiter dürfen ihre Aktien verkaufen. Börsianer fürchten einen weiteren Kursrutsch.

Die Facebook-Aktie hat seit ihrem Börsengang im Mai bereits die Hälfte ihres Wertes verloren, weil auch hier das Geschäft sich schlechter entwickelt als erhofft. Der Wechsel von Wehner zu Facebook ist auch interessant, weil Facebook-Finanzchef David Ebersman scharf wegen des verpatzten Börsengangs des Onlinenetzwerks kritisiert wurde.

mg/dpa

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