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01.11.2012
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Quartalsgewinn
Sony berappelt sich

Sony-Chef Kazuo Hirai: Neben Sony bauen auch andere Elektronikkonzerne in Japan derzeit ihr Geschäft stark um. Sony hat in diesem Jahr bislang 10.000 Stellen abgebaut, um die Kosten zu kappen
DPA

Sony-Chef Kazuo Hirai: Neben Sony bauen auch andere Elektronikkonzerne in Japan derzeit ihr Geschäft stark um. Sony hat in diesem Jahr bislang 10.000 Stellen abgebaut, um die Kosten zu kappen

Der Elektronikkonzern Sony schreibt operativ wieder Gewinne, unter dem Strich steht aber ein Verlust. Vorstandschef Kazuo Hirai hält an der Prognose fest.

Tokio - Der japanische Elektronikkonzern Sony kommt bisher trotz aller Sanierungs-Anstrengungen nicht aus den roten Zahlen heraus. In dem Ende September abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal gab es den nächsten Verlust in Höhe von 15,5 Milliarden Yen (149,5 Millionen Euro). Vor einem Jahr war das Minus mit 27 Milliarden Yen allerdings noch höher gewesen.

Der Umsatz legte unterdessen um 1,9 Prozent auf 1,6 Billionen Yen (15,5 Milliarden Euro) zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das war allerdings nur der Einbeziehung der früher zusammen mit Ericsson geführten Handy-Sparte Sony Mobile geschuldet. Hätte man sie schon vor einem Jahr mit eingerechnet, wären die Erlöse jetzt um 8 Prozent geschrumpft.

Sony machen wie anderen japanischen Elektronikkonzernen die Flaute im Geschäft mit TV-Geräten und der starke Yen zu schaffen. Der neue Konzernchef Kazuo Hirai will mit einem rigiden Sparkurs und Innovationen wieder in die schwarzen Zahlen zurückkommen. Durch die Kostensenkungen in der TV-Produktion gab es immerhin einen operativen Gewinn von 30,3 Milliarden Yen (gut 292 Millionen Euro).

Operativ schreibt Sony schwarze Zahlen - neue TV-Geräte

Sony sieht sich aber weiterhin auf Kurs, im gesamten Geschäftsjahr einen Gewinn von 20 Milliarden Yen (knapp 193 Mio. Euro) einzufahren und damit die Kette von Verlusten zu durchbrechen. Im vergangenen Jahr gab es ein Rekordminus von 456,7 Milliarden Yen.

Nach den ersten sechs Monaten dieses Geschäftsjahres lief bisher ein Fehlbetrag von 40,11 Milliarden Yen auf - ab jetzt müssen die Zahlen also deutlich besser werden. Sony griff in diesem Jahr unter anderem zum Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen, um die Kosten zu kappen.

Sein Geschäft mit TV-Geräten will Sony wie bisher erst bis März 2014 in die Gewinnzone bringen. Im vergangenen Quartal gelang es immerhin, den operativen Verlust der Sparte Unterhaltungselektronik im Jahresvergleich von 41,8 auf 15,8 Milliarden Yen (152,4 Mio. Euro) zu senken. Allerdings brach auch der Umsatz um ein Viertel ein. Für Sony seien jetzt schwarze Zahlen wichtiger als der Ausbau des Geschäfts, hieß es dazu. Zugleich will Sony im November den Verkauf eines neuen Fernsehgeräts mit noch höherer Auflösung starten.

Verluste im Segment Mobiltelefone und Computer

Im Geschäft mit Mobiltelefonen und Computern gab es einen operativen Verlust von 23,1 Milliarden Yen (222,8 Mio. Euro), vor allem wegen sinkender PC-Verkäufe. Die Spielesparte schwächelte abermals wegen schlechterer Verkäufe der Spielekonsole Playstation 3 und der mobilen PSP, das neue Modell PS Vita konnte die Rückgänge nicht ausgleichen. Der Umsatz sackte um 15,8 Prozent ab und das operative Ergebnis um fast ein Viertel auf nur noch 2,3 Milliarden Yen (22,2 Mio. Euro). Immerhin gab es im Film- und Musik-Geschäft operative schwarze Zahlen von jeweils 7,9 Milliarden Yen.

rei/dpa-afx

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