Dienstag, 1. September 2015

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Beteiligung Burda will Xing vollständig übernehmen

Xing-Website: Nutzer können Jobs anbieten und sich über Geschäftsideen austauschen

Mit seinen Onlinebeteiligungen verdient der Medienkonzern Burda inzwischen mehr Geld als mit dem klassischen Verlagsgeschäft. Nun wollen die Münchener das Karrierenetzwerk Xing komplett übernehmen. Die Aktie legt deutlich zu.

München - Burda habe seinen Anteil an Xing von zuletzt 29,43 Prozent auf rund 38,89 Prozent ausgebaut, teilte der Verlag mit. Für die restlichen Anteile wird nun ein Pflichtangebot fällig. Burda bietet 44 Euro je Aktie, wodurch das gesamte Unternehmen mit 240 Millionen Euro bewertet wird. Die Xing-Aktie Börsen-Chart zeigen schnellte am Morgen um 18 Prozent steil nach oben - auf genau 44 Euro.

Der Burda-Verlag ("Bunte", "Focus") war im November 2009 bei Xing eingestiegen und hatte sich zunächst mit einem Viertel beteiligt. Im Frühjahr hatte der Medienkonzern angekündigt, seinen Anteil an Xing weiter aufstocken zu wollen.

Ähnlich wie Axel Springer baut der Münchener Konzern sein Internetgeschäft seit Jahren aus, um die erodierenden Printumsätze aufzufangen. Zu den bekanntesten Onlinebeteiligungen gehören der Tierfutterhändler Zooplus und Tomorrow Focus ("Holidaycheck"). Der Verlag hat im Jahr 2010 im Digitalgeschäft erstmals mehr Geld verdient als im klassischen Verlagsgeschäft auf dem Heimatmarkt.

Xing konkurriert als soziales Netzwerk für berufliche Kontakte mit dem US-Anbieter LinkedIn Börsen-Chart zeigen. Nutzer können in solchen Netzwerken Jobs anbieten und finden, Kooperationspartner suchen, sich über Geschäftsideen austauschen oder für Veranstaltungen werben.

Im ersten Halbjahr gewann Xing im deutschsprachigen Raum 436.000 Mitglieder. Weltweit zählt die Plattform nun 12,4 Millionen Nutzer, davon zahlen 793.000 Mitglieder auch Beiträge. Bei Erlösen von 23,7 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten erwirtschaftet die Firma knapp zehn Millionen Euro Betriebsergebnis.

mg/rtr/dpa-afx

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