Mittwoch, 27. Juli 2016

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Hilfsangebot Japan AG erwägt Olympus-Rettung

Im Visier der Staatsanwaltschaft: Japan AG kommt Olympus zuhilfe

Dank an die Japan AG: Olympus erhält offenbar Hilfe in höchster Not. Mehrere Unternehmen wollen dem Konzern trotz aufgeflogener Bilanzmanipulation unter die Arme greifen. Die Angebote für Olympus kommen allesamt von prominenten anderen Konzernen Japans.

Tokio - Kurz vor seinem Amtsantritt kann Hiroyuki Sasa eine gute Nachricht verkünden: Olympus habe Gebote von "mehr als drei" potentiellen Partner erhalten, sagte der designierte Unternehmenschef am Dienstag in Tokio. Damit gibt es Hoffnung, dass der Konzern, der durch einen gigantischen Bilanzskandal stark angeschlagen ist, Unterstützung bekommt.

Interessenten seien unter anderem Sony Börsen-Chart zeigen, Fujifilm und der japanische Medizintechniker Terumo, sagte Sasa. Die anderen Interessenten nannte er nicht. Eine Entscheidung über eine Partnerschaft könnte bereits im kommenden Monat erfolgen.

Sasa soll Olympus laut früheren Angaben aus der Krise führen. Er verantwortet bereits die Marketing-Aktivitäten der Medizinsparte bei Olympus und soll bei der Aktionärsversammlung im April als nächster Präsident vorgeschlagen werden. Der amtierende Chef des japanischen Unternehmens, Shuichi Takayama, will sich bei der für den 20. April anberaumten Aktionärsversammlung zurückziehen.

Takayama ist unter den 18 früheren und aktiven Managern und Bilanzprüfern, die Olympus wegen der Bilanzfälschungen auf Schadensersatz verklagt hat. Das Management von Olympus hatte zugegeben, mit Hilfe aufgeblähter Übernahmedeals über Jahre Verluste verschleiert zu haben. Insgesamt ging es um rund 1,38 Milliarden Euro.

kst/dpa

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