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15.07.2011
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Erdbebenfolgen
Sony Ericsson rutscht in die roten Zahlen

Handy-Präsentation: Hersteller Sony Ericsson hat mit den Folgen der Naturkatastrophe in Japan zu kämpfen
AP

Handy-Präsentation: Hersteller Sony Ericsson hat mit den Folgen der Naturkatastrophe in Japan zu kämpfen

Der Mobiltelefonhersteller Sony Ericsson ist wegen des verheerenden Erdbebens in Japan überraschend in die Verlustzone gerutscht. Die Folgen der Lieferengpässe hätten jedoch vor allem zu Beginn des Quartals zu Buche geschlagen. Der Konzern habe dieses Kapitel nun hinter sich, heißt es.

London - Das schwere Erdbeben in Japan hat den Handybauer Sony Ericsson im zweiten Quartal schwer belastet. Die Naturkatastrophe habe für Probleme in der Lieferkette gesorgt, teilte das Gemeinschaftsunternehmen von Sony Chart zeigen und Ericsson Chart zeigen am Freitag mit. Bei Umsatz und Ergebnis musste der Handybauer in der Folge kräftige Tiefschläge einstecken. Mit 7,6 Millionen Telefonen setzte das Unternehmen knapp ein Drittel weniger Geräte ab als ein Jahr zuvor. Auf das Konto des Erdbebens gehen nach Einschätzung des Unternehmens davon 1,5 Millionen Stück.

Der Umsatz brach um fast ein Drittel auf 1,19 Milliarden Euro ein. Die Lieferschwierigkeiten kosteten schätzungsweise 400 Millionen Euro Umsatz. Bei den Gewinnziffern rutschte das Unternehmen in die roten Zahlen. Operativ standen 37 Millionen Euro Verlust zu Buche, unter dem Strich verlor das Unternehmen 50 Millionen Euro. Im Vorjahr war es noch ein Gewinn von 12 Millionen Euro. Analysten hatten mit deutlich besseren Zahlen gerechnet.

Die Aktien von Ericsson verloren in Stockholm bis zur Mittagszeit knapp 1,2 Prozent auf 88,90 schwedische Kronen und damit etwas stärker als der Index. Sony-Aktien waren vorerst nicht betroffen, der Handel in Japan war zur Veröffentlichung der Zahlen bereits geschlossen.

Markt für Standard-Mobiltelefone kollabiert

Positive Nachrichten gab es auf Produkt- und Margenseite. So hat das japanisch-schwedische Gemeinschaftsunternehmen mit seiner Fokussierung auf Smartphones den durchschnittlichen Erlös pro Gerät zum Vorquartal auf knapp 156 Euro steigern können - 15 Euro mehr als im ersten Quartal. Machten die Smartphones im letzten Quartal noch knapp 60 Prozent der abgesetzten Telefone aus, so stieg der Anteil jetzt auf rund 70 Prozent. Die Umsatzmarge legte aufgrund von Sparmaßnahmen im Jahresvergleich von 28 auf 31 Prozent zu.

Sony Ericsson setzt mit seinen Modellen vorwiegend auf das offene Handybetriebssystem Android vom US-Suchmaschinengiganten Google Chart zeigen. Allein im laufenden Jahr führte das Unternehmen acht neue Xperia-Modelle ein und verkaufte in diesem Jahr insgesamt bisher 16 Millionen Stück der Serie - ein Plus von 150 Prozent zum Vorjahr. Nach Schätzungen von Sony Ericsson stammen mittlerweile rund 11 Prozent der weltweit verkauften Android-Handys aus der eigenen Produktion. Der Markt für kostengünstigere Standard-Mobiltelefone "kollabiere" regelrecht, sagte Vorstandschef Bert Nordberg der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Nachfrage nach Android-Geräten wachse hingegen weiter.

Das US-Internetunternehmen Google glänzte am Vorabend mit starken Zahlen. Android-Geräte sind für viele Handyhersteller zu einem wichtigen Standbein geworden. Mit Spannung erwartet werden auch noch die Zahlen des Smartphone-Primus Apple . Apples Zahlen und die anstehende Markteinführung des neuen iPhone 5 könnten einen ersten Hinweis darauf liefern, wie sich die Absatzzahlen mobiler Geräte entwickeln. Sony Ericsson bleibt trotz des schwachen zweiten Quartals bei seiner Prognose, dass der weltweite Handyabsatz über das laufende Jahr gemäßigt wächst. In den kommenden Quartalen erwartet das Unternehmen, verlorenen Boden wieder gut zu machen. Zudem will Sony Ericsson wieder in die Gewinnzone.

cr/dpa-afx

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