Sonntag, 28. August 2016

Fünfjahresplan SAP will Umsatz auf mehr als 20 Milliarden Euro erhöhen

SAP-Hauptsitz in Walldorf: Umsatzrendite soll auf 35 Prozent steigen

SAP setzt sich in einem internen Fünfjahresplan ehrgeizige Ziele. Bis 2015 will der Softwarekonzern mindestens 20 Milliarden Umsatz erreichen - aktuell sind es 12,5 Milliarden Euro. Um diese Ziele zu erreichen, steht ein umfassender Konzernumbau an.

Hamburg - Der Softwarekonzern SAP will seinen Umsatz von derzeit rund 12,5 Milliarden Euro auf mindestens 20 Milliarden Euro bis 2015 erhöhen. Die Umsatzrendite (operative Marge) soll im selben Zeitraum von 30,5 Prozent auf 35 Prozent steigen. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die Freitag (21. Januar) im Handel ist. Das Wirtschaftsblatt beruft sich auf den internen Fünfjahresplan des Unternehmens.

Vor allem die Erschließung neuer Märkte wie On-Demand-Software und Mobilität, aber auch Investitionen in das Bestandskundengeschäft sollen zusätzliches Wachstum bringen. Künftig will SAP Börsen-Chart zeigen sich auf drei Investitionsschwerpunkte konzentrieren: den bestehenden Kundenstamm, vereinzelte strategische Innovationen sowie die neue Datenbanktechnologie In-Memory.

Mit Umbau näher an die Kunden rücken

Um die Ziele erreichen zu können, sieht SAP für das erste Quartal 2011 einen umfassenden Konzernumbau vor. Eine "Transformation" soll die SAP-Organisation auf zwei Standbeine konzentrieren: "Produkt" und "Kunde". Diese entsprechen jeweils den Zuständigkeitsbereichen der beiden Vorstandschefs Jim Hagemann Snabe und Bill McDermott.

Mit dem Umbau will SAP näher an die Kunden rücken. Produkte sollen in engerer Abstimmung mit dem Abnehmer definiert und designt werden. Für die Umsetzung sind dann die Mitarbeiter im Produktressort zuständig. Anfang der Woche hatte SAP verkündet, den Vertrieb umstellen und mit neuen Verantwortlichen besetzen zu wollen, die an Co-CEO McDermott berichten.

SAP erhofft sich von den Veränderungen neben überdurchschnittlichem Wachstum auch erhöhte Flexibilität gegenüber Marktänderungen sowie langfristige Unabhängigkeit. "Wir müssen dringend handeln", heißt es in einer internen Präsentation. "Wir werden scheitern, wenn wir nicht als eine SAP denken und handeln." Der mäßige Aktienkurs hatte zuletzt wiederholt Übernahmespekulationen befördert.

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