Cebitmanager magazin RSS  - Cebit

Alle Artikel und Hintergründe


03.03.2010
Twitter GooglePlus Facebook

IT-Recht 2010
Worauf sich Unternehmen gefasst machen müssen

Von Anja Tiedge

Virtualisierung und Cloud Computing gehören zu den Topthemen der Cebit. Juristen bereiten die Technologien allerdings Kopfzerbrechen, denn gesetzlich sind sie bislang kaum geregelt. manager magazin zeigt, welche IT-Rechtsthemen auf Unternehmen zukommen und wie sie sich erfolgreich in der Grauzone behaupten.

Hamburg - Wenn es um Cloud Computing geht, wird Jan Geert Meents nervös. "Datenwolken gehören zu den schwierigsten Themen des IT-Rechts", sagt der Rechtsanwalt von der Wirtschaftskanzlei DLA Piper. "Wir Juristen hängen unmittelbar von den aktuellen technischen Entwicklungen ab."

Dabei ist die Cloud-Idee durchaus praktisch: Privatanwender und Unternehmen lagern ihre Daten nicht auf Rechnern am Arbeitsplatz, sondern auf Zentralservern im Internet. Die Infrastruktur und Leistung dafür mieten sie bei IT-Firmen. Seit circa zwei Jahren hat die IT-Branche das Thema für sich entdeckt: Konzerne wie IBM, Microsoft oder SAP bieten Unternehmen ihre Cloud-Dienste an. Auch auf der Cebit ist Cloud Computing wieder eines der am meisten genutzten Schlagwörter.

Juristisch gesehen schweben die Datenwolken allerdings in der Grauzone. Wenn Daten die hauseigenen Rechner verlassen und irgendwo in den unendlichen Weiten des Internets schweben, werden Unternehmer unruhig. Wo werden die Daten gelagert? Sind sie dort sicher? Was passiert im Falle eines Datenlecks?

Rechtsanwalt Meents kann solche Fragen nachvollziehen. "Es liegt in der Natur des Cloud Computing, dass datenschutzrechtliche Anforderungen schwer einzuhalten sind." Der Jurist rät Unternehmen deshalb, im Vertrag mit einem Cloud-Dienstleister genau festzuhalten, welche Leistungen der Anbieter erbringen muss. "Je sensibler die Daten, desto höher ist die rechtliche Verantwortung", so Meents.

Der Rechtsanwalt hat das Vertragsrisiko beim Cloud Computing als eines von zehn Topthemen im IT-Recht ausgemacht, die Unternehmen in den kommenden Monaten klären sollten (siehe Fotostrecke). "Ich habe schon etliche IT-Projekte scheitern sehen, weil sich die Parteien nicht darüber einig waren, welche Leistungen im Cloud-Vertrag enthalten waren." Schwammige Formulierungen seien zum Teil aber auch beabsichtigt: "Kunden wollen, dass möglichst viele Leistungen von der Vergütung umfasst sind, während Anbieter bestimmte Leistungen zusätzlich abrechnen möchten."

Entsprechend weich sei mitunter die Leistungsbeschreibung im Vertrag geregelt. Das führe in vielen Fällen dazu, dass IT-Projekte in Schieflage gerieten. "Deshalb sollte man beim Cloud Computing besonders darauf achten, Leistungen sauber abzugrenzen und nicht mit der Gießkanne Verantwortlichkeiten auf die falsche Vertragspartei zu verlagern." Anderenfalls leide nicht nur das IT-Projekt, sondern im Zweifel auch die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarife:
Finden Sie den passenden Tarif