Samstag, 22. Juli 2017

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Amazon Kindle startet in Deutschland

Die Frankfurter Buchmesse ist genau das richtige Umfeld, um auch in Deutschland das elektronische Buch zu feiern. Amazon bietet ab sofort auch hierzulande sein elektronisches Lesegerät Kindle an. Noch sind nur englische Bücher zu haben, das soll sich aber schon bald ändern.

Cupertino - Der Onlinehändler Amazon hat im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben, sein Lesegerät für elektronische Bücher nun auch weltweit anzubieten. Das Gerät namens Kindle könnten damit auch Nutzer in Deutschland kaufen, sagte Amazon-Gründer Jeff Bezos. "Kindle funktioniert jetzt in hundert Staaten", kündigte er an. Bestellungen nimmt Amazon ab sofort entgegen, versandt werden soll der Kindle aber erst ab 19. Oktober.

Deutsche Interessenten müssen das Lesegerät jedoch noch in den USA bestellen - auf der Website Amazon.com. Auch sind bislang noch keine deutschen Bücher elektronisch verfügbar. Daher müssen sich die Kunden mit E-Books auf Englisch begnügen. Immerhin bietet der Onlinehändler eine Auswahl von 200.000 Werken an. Deutsche Bücher sollen künftig aber auch angeboten werden, heißt es.

Der Kindle ist ein von Amazon entwickeltes Lesegerät, das in den USA bereits seit zwei Jahren auf dem Markt ist. Es erlaubt seinen Nutzern dank 3G-Wireless-Technologie überall elektronische Bücher herunterzuladen - und zwar innerhalb von 60 Sekunden.

Das Gerät ist etwa 20 Zentimeter lang, 13 Zentimeter breit und knapp einen Zentimeter dick. Es zeigt die E-Books fast wie auf normalem Papier an und kann auch bei heller Sonne genutzt werden. Wie etwa auch Konkurrent Sony bei seinem Reader nutzt Amazon für das Display die "elektronische Tinte" E-Ink. Sie soll auf dem sechs Zoll großen Bildschirm, der ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt, für eine flimmerfreie und damit augenschonende Darstellung sorgen

Mit zwei Gigabyte (GB) Speicher ausgestattet, erlaubt der Kindle - auf Deutsch wie "etwas anfachen" - das Speichern von bis zu 1500 Büchern. Besitzer haben außerdem die Möglichkeit, Zeitungen und Zeitschriften zu abonnieren und sich somit automatisch auf das Display liefern zu lassen. Eine Akkuladung soll wochenlang reichen. In Deutschland ist das Lesegerät allerdings bisher weitgehend unbekannt. Einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers (PWC) zufolge hat jedoch bisher nur jeder vierte Deutsche von dem Kindle gehört, nur jeder zwölfte weiß, was sich hinter dem Kindle verbirgt.

manager-magazin mit Material von afp und dpa

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