Sonntag, 27. Mai 2018

Solarworld Gute Verluste

Die Preise in der Solarbranche fallen rasant. So kommt es, dass Solarworld trotz gestiegener Absätze Verluste verzeichnet. Alles in Ordnung, beruhigt das Unternehmen. Alle Werke seien gut ausgelastet und die Auslandsexpansion verlaufe nach Plan.

Bonn - Der Solaranlagenhersteller Solarworld Börsen-Chart zeigen hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres trotz gestiegener Absatzmenge weniger erlöst. Insgesamt seien 402 Millionen Euro umgesetzt worden, 5,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das teilte das Unternehmen am Montag in Bonn mit.

Solarworld: Preisverfall teilweise aufgefangen
Der Nachsteuergewinn verringerte sich von 73,7 Millionen auf 51,7 Millionen Euro. Dennoch bekräftigte der Solarzellenhersteller seine Jahresprognose, wonach der Umsatz eine Milliarde Euro erreichen und damit rund 11 Prozent über dem Vorjahreswert liegen soll.

Wie vom Unternehmen erwartet, fiel das zweite Quartal besser als das Vorquartal aus. Der Erlös stieg gegenüber dem ersten Jahresviertel um 27 Prozent auf 225 Millionen Euro. Der Nachsteuergewinn erhöhte sich um knapp 4 Millionen auf 27,9 Millionen Euro. Zugleich leidet das Unternehmen weiter unter dem Preisverfall in der Solarbranche, den der Konzern auf rund ein Viertel bezifferte. Solarworld habe dies durch Einsparungen und deutliche erhöhte Absatzmengen dämpfen können.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wird die Erweiterung der Produktionskapazitäten "weltweit planmäßig umgesetzt, da alle Produktionsstandorte in Deutschland, USA und Südkorea bei Vollauslastung an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten". Weltweit beschäftigt der Konzern nach eigenen Angaben rund 2500 Mitarbeiter. Ein Großteil der Belegschaft arbeitet am sächsischen Standort Freiberg.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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