Donnerstag, 25. August 2016

Medienkonzern Bertelsmann will zurück ins Musikgeschäft

Der Medienkonzern Bertelsmann will nach Informationen von manager magazin wieder mit Musikrechten Geld verdienen. US-Finanzinvestor KKR und mehrere Banken stehen als Co-Investoren bereit. Außerdem wollen die Gütersloher die Kosten um eine Milliarde Euro senken.

Hamburg - Die Bertelsmann AG prüft derzeit Möglichkeiten, wieder in das lukrative Geschäft mit Musikrechten einzusteigen. Als eines von mehreren Übernahmezielen gilt das Archiv des in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindlichen Musikkonzerns EMI in London.

Bertelsmann: Die Höhe der Kostensenkungen soll etwa eine Milliarde Euro erreichen
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Bertelsmann: Die Höhe der Kostensenkungen soll etwa eine Milliarde Euro erreichen
Dies berichtet das manager magazin in seiner am Freitag (26. Juni) erscheinenden neuen Ausgabe. Die Finanzierung des Kaufs sollen - angesichts der angespannten Finanzlage des Gütersloher Medienunternehmens - mehrere Partner übernehmen: Der US-Finanzinvestor KKR habe sich bereit erklärt, 200 Millionen Dollar beizusteuern, über weitere 300 bis 500 Millionen Dollar wird mit mehreren Banken verhandelt.

Bertelsmann selbst bringt die wenigen Musikkatalogrechte ein, die dem Unternehmen nach dem Verkauf von BMG Publishing für 1,63 Milliarden Euro im Jahre 2006 verblieben sind und die intern mit rund 120 Millionen Euro bewertet werden.

Unterdes ist das Sparprogramm der Bertelsmann AG (Umsatz: 16,1 Milliarden Euro), zu dem die Sendergruppe RTL und der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr gehören, nach Informationen von manager magazin weit umfangreicher als bislang angenommen: Die Höhe der Kostensenkungen, die bislang mit mehreren hundert Millionen Euro veranschlagt worden war, soll etwa eine Milliarde Euro erreichen. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen Verluste in Höhe von 78 Millionen Euro ausgewiesen.

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