Donnerstag, 1. September 2016

Philips Senseo Rückrufaktion für 30 Millionen Euro

Philips ruft Millionen Exemplare seiner Erfolgsbaureihe Senseo zurück. Im schlimmsten Fall kann der Boiler der Kaffebrühautomaten bersten. Zur Schadensbegrenzung setzt der Hersteller eine achtstellige Eurosumme ein.

Senseo: Millionen Geräte mit Sicherheitsrisiko
Amsterdam - Der Elektronikkonzern Philips ruft Millionen seiner auch in Deutschland populären Kaffeepad-Automaten "Senseo" wegen eines Sicherheitsmangels zurück. "Wir wollen verhindern, dass irgendjemand zu Schaden kommt, koste es was es wolle", sagte Philips-Direktor Harry Hendriks am Dienstag in Amsterdam. Die Gefahr für die Verbraucher sei jedoch "äußerst gering". Hier lesen Sie, ob auch Ihr Gerät betroffen ist und wo Sie es zur Reparatur registrieren lassen können. Nach Angaben des Unternehmens geht es bei den betroffenen "Senseo"-Typen, die aus industriell gefertigten Pads neben normalem Kaffee unter anderem auch Cappuccino oder Latte Macchiato brühen, um ein "minimales" Sicherheitsproblem. Durch erhöhte Kalkablagerungen könne es im Falle eines plötzlichen Spannungsanstiegs zum Bersten des eingebauten Boilers und zum Überschwappen von heißem Wasser kommen. Fälle von Verletzungen seien bislang nicht bekanntgeworden.

In seiner Bilanz des ersten Quartals weist der Philips-Konzern für die Kosten der Rückrufaktion rund 30 Millionen Euro aus. Sie gilt für zahlreiche Länder, darunter Deutschland, Frankreich und die USA. Die Konditionen für Reparatur oder Ersatz der Geräte variierten von Markt zu Markt.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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