Montag, 29. August 2016

Springer Deutsche Bank übernimmt 8 Prozent

Der US-Finanzinvestor Hellman & Friedman steigt beim Axel-Springer-Verlag aus und verkauft einen 8,4-Prozent-Anteil an die Deutsche Bank. Wegen der Flaute an der Börse wird das Geldinstitut das Paket wohl erst einmal halten.

München - Fünf Jahre nach dem Einstieg hat der US-Finanzinvestor Hellman & Friedman sein Engagement beim Verlag Axel Springer Börsen-Chart zeigen weitgehend wieder beendet. Hellman & Friedman habe ein Paket von 8,4 Prozent der Springer-Aktien an die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen veräußert und halte nun nur noch 1,6 Prozent, teilte Springer am Donnerstag mit.

Deutsche Bank kauft sich ein: Das Geldinstitut erwirbt einen 8,4-Prozent-Anteil am Axel-Springer-Verlag
An der Börse ist das Paket 123 Millionen Euro wert. Die Bank will das Aktienpaket nach Angaben von Springer erst nach einer Erholung an den Börsen über den Markt verkaufen. Damit stiege dann der Streubesitz des "Bild"-Herausgebers von derzeit 23,1 Prozent.

Der Finanzinvestor hatte bereits vor zwei Jahren seinen Anteil an Springer halbiert. Damals hatte er für die Aktien noch je 122 Euro erlöst. Am Donnerstag lag die Aktie 3,25 Prozent im Plus bei 44,65 Euro.

Hellman & Friedman war im Herbst 2003 für 350 Millionen Euro mit 19,4 Prozent bei Springer eingestiegen. Die Aktien hatte die Deutsche Bank zuvor als Pfand vom Medienunternehmer Leo Kirch erhalten. Die Deutsche Bank hatte den Aktienkauf durch Hellman & Friedman mitfinanziert. Der Finanzinvestor hatte die Wahl, den Kredit in bar oder in Aktien zu tilgen - und hat sich nun für letzteres entschieden.

Mit 51,5 Prozent gehört die Mehrheit des Verlagshauses der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik, die von Verlagserbin Friede Springer kontrolliert wird. 7 Prozent hält Friede Springer selbst.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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