Samstag, 24. Juni 2017

Stellenabbau in Deutschland Fujitsu Siemens streicht 700 Jobs

Der Computerbauer Fujitsu Siemens beginnt kurz nach dem Komplettverkauf an den japanischen Elektronikkonzern Fujitsu mit dem Stellenabbau in Deutschland. 700 der insgesamt 6000 Stellen in Deutschland würden gestrichen, teilte Fujitsu Siemens am Donnerstag mit.

München - Die Mitarbeiter in der Produktion - in Augsburg sind es 500, im thüringischen Sömmerda 100 - seien von dem Abbau allerdings ausgenommen, ergänzte eine Sprecherin.

Getrennte Wege: Siemens hatte Anfang November den Verkauf seines 50-Prozent-Anteils an den langjährigen Partner Fujitsu bekanntgegeben
Fujitsu Siemens Computers
Getrennte Wege: Siemens hatte Anfang November den Verkauf seines 50-Prozent-Anteils an den langjährigen Partner Fujitsu bekanntgegeben
Als Hauptgrund für die Streichungen nannte sie den Preiskampf bei Computern und den anhaltenden Verlust von Marktanteilen an Wettbewerber im Privatkundengeschäft. Wo genau die Stellen gestrichen werden, sei noch unklar. Zuerst sollten Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden, hieß es. Insgesamt beschäftigt Fujitsu Siemens rund 10.000 Mitarbeiter.

Siemens Börsen-Chart zeigen hatte Anfang November den Verkauf seines 50-Prozent-Anteils an den langjährigen Partner Fujitsu Börsen-Chart zeigen bekanntgegeben. Der Kaufpreis lag bei rund 450 Millionen Euro. Der Abschluss des Geschäfts ist zum 1. April kommenden Jahres geplant. Die beiden Unternehmen hatten 1999 ihre Computeraktivitäten in Europa und den angrenzenden Regionen zusammengelegt.

In Augsburg und Sömmerda werden vor allem Desktop-Rechner und Großrechner produziert. Notebooks und Monitore kommen aus China. Im vergangenen Geschäftsjahr 2007/2008, das im März endete, verdiente Fujitsu Siemens vor Steuern 105 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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