Samstag, 1. Oktober 2016

Deutsche Telekom Steinbrück unterstützt Callcenter-Aus

Peer Steinbrück befürwortet die Pläne der Deutschen Telekom, den Großteil ihrer Callcenter zu schließen. Zudem hat der SPD-Minister dem Telekom-Vorstand einen Freibrief auch für künftige Sparmaßnahmen – und damit Personalabbau – erteilt.

Hamburg - Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) unterstützt die jüngsten Sparpläne des Telekom-Managements, wie er in einem dem manager magazin vorliegenden Brief an die Gewerkschaft Verdi schreibt. "Die Entscheidung zur Neustrukturierung der Callcenter-Standorte obliegt allein dem Vorstand", schreibt Steinbrück an den Verdi-Bundesvorstand. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (21. November) erscheint.

Sieht Handlungsbedarf:
Finanzminister Steinbrück
Der Handlungsbedarf, Kosten zu drücken, bleibe für den Konzern "unverändert hoch". Die Bündelung in größeren Einheiten brächte erhebliche Kostenvorteile, "was ökonomisch schwer widerlegbar sein dürfte", so der Finanzminister. Der SPD-Parteivorstand hingegen hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, dafür zu sorgen, dass der Telekom-Vorstand sein Konzept revidiert.

Der Bund ist größter Aktionär der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen. Verdi hatte um die persönliche Unterstützung Steinbrücks für den Erhalt von Callcenter-Standorten gebeten. "So eindeutig sich die SPD festgelegt hat, so missverständlich antwortet Herr Steinbrück. Es liegt nun an ihm, diese Glaubwürdigkeitslücke zu schließen", sagt Verdi-Bundesvorstand und Telekom-Aufsichtsrat Lothar Schröder. Ende November soll nun die Einigungsstelle unter dem Vorsitz von Gert-Albert Lipke, dem Präsidenten des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen, zusammenkommen.

Der Finanzminister betont in seinem Schreiben zudem den "technologisch induzierten Restrukturierungsbedarf" des Bonner Ex-Monopolisten. Damit unterstützt er Telekom-Chef René Obermann bei dessen Vorhaben, das Telekom-Festnetz zügig auf die Internettechnik umzustellen. Damit wird die Arbeit von mindestens der Hälfte der rund 17.000 Techniker überflüssig werden.

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