Donnerstag, 27. Juli 2017

Ifa 2008 Frontcooking und KaiserMania

Die Ifa, die Ende August in Berlin beginnt, will jünger werden. Deshalb heißt sie nicht mehr "Internationale Funkausstellung", sondern "Ifa Consumer Electronics Unlimited" und lockt junge Messegänger mit Dieter Bohlen und den No Angels.

Berlin - Gucken ja, mitnehmen nein - nach diesem Motto verläuft ein Ifa-Besuch. Manchmal ist diese Regel frustrierend, denn die Internationale Funkausstellung in Berlin (29. August bis 3. September) hat für technikverliebte Verbraucher einiges zu bieten: Fernseher, DVD-Spieler, Hifi-Anlagen, MP3-Player, Kameras und Handys zum Beispiel. Zu Produkten aus der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik kommt in diesem Jahr erstmals in der Ifa-Geschichte eine weitere Gattung - die sogenannte Weiße Ware.

Diesen Begriff mag Ifa-Direktor Jens Heithecker nicht so sehr: "Wir reden hier auch von Kaffeevollautomaten, die teurer sind als so mancher Fernseher." Und diese seien eben keine schnöde Weiße Ware, zu der traditionell Haushaltsgeräte aller Art zählen, sondern Produkte, die das Leben angenehmer machen. Nun ja, das tun Waschmaschinen auch. Und die sind neben den Kaffeemaschinen für Amateur-Baristas ebenso auf der Ifa zu sehen wie Kühlschränke, Mixer & Co. Der dafür in den Hallen 1 bis 4 reservierte Bereich heißt neudeutsch Home Appliances.

Apropos neudeutsch: Der Begriff "Internationale Funkausstellung" wurde getilgt. Stattdessen heißt die Messe jetzt "Ifa Consumer Electronics Unlimited". Mit Funk hat die Ifa ja auch nicht mehr viel zu tun. Stattdessen werden mit Hilfe von Hostessen, Promis und viel Bassgewummer vor allem Neuheiten aus der Welt der Unterhaltungselektronik präsentiert.

Hauptattraktion dürften LCD-Fernseher mit großen Bilddiagonalen sein. Grundig etwa präsentiert mit dem Vision 9 sein neues Spitzenmodell, das im Anschluss an die Messe in den Handel kommt. Der Vision 9 ist in Größen von 37, 42 und 47 Zoll erhältlich und besitzt einen sogenannten Soundprojektor. Der Lautsprecher besteht aus 16 Miniboxen und soll Raumklang ohne die übliche 5.1-Anlage ermöglichen.

Ein 52-Zoll-Gerät ist das größte LCD-Modell, das Philips Börsen-Chart zeigen zeigen wird. Der niederländische Elektronikhersteller hat mehr als 6000 Quadratmeter Fläche gebucht und wird sich in der gesamten Halle 22 breitmachen. Um zu zeigen, wie die Produkte im Wohnumfeld genutzt werden können, lässt Philips laut Sprecher Georg Wilde ein stilisiertes Haus aufbauen, das Besucher von allen Seiten begehen können. Ähnlich viel Platz belegt Sony Börsen-Chart zeigen. Interessant dürfte auch ein Besuch bei Samsung Börsen-Chart zeigen werden. Der Hersteller zeigt einen LCD-Fernseher, der die vom Internetbrowser bekannten RSS Feeds darstellt.

Seite 1 von 2
Nachrichtenticker

© manager magazin 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH