Montag, 19. Februar 2018

"Netzeitung" Montgomery zeigt Muskeln

Nur einen Monat nach der Übernahme der "Netzeitung" durch den umstrittenen Finanzinvestor David Montgomery trennt sich das Blatt von seinen beiden Chefredakteuren. Die Nachfolge steht noch nicht fest.

Berlin - Die "Netzeitung" trennt sich zum 1. August nach nur sieben Monaten von ihren beiden Chefredakteuren Michael Angele und Matthias Ehlert. "Netzeitung"-Geschäftsführer Robert Daubner bestätigte eine entsprechende Meldung des Branchendienstes Kress.

Montgomery: Der Finanzinvestor breitet sich in der deutschen Medienlandschaft aus
Angele und Ehlert hätten darum gebeten, die Zeitung zu verlassen, so Daubner. Die Trennung erfolge "im gegenseitigen Einvernehmen". Es werde jedoch verhandelt, ob die beiden weiter als externe Berater zur Verfügung stünden.

Die "Netzeitung" werde sich in Richtung Web 2.0 verändern. Dazu gebe es am Wochenende einen Workshop, an dem auch Angele und Ehlert, die entsprechende Ideen hätten, teilnähmen.

Ein Nachfolger für den Posten der Chefredaktion werde jetzt intern gesucht. Anfang der nächsten Woche solle eine Entscheidung fallen. Es werde einen nahtlosen Übergang geben, sagte Daubner.

Im Juni hatte die Deutsche Zeitungsholding das Internetnachrichtenportal übernommen. Zu dem Unternehmen gehören auch der Berliner Verlag ("Berliner Zeitung", "Berliner Kurier") und die "Hamburger Morgenpost". Die Deutsche Zeitungsholding gehört zur britischen Mecom Group, die wiederum einer Reihe von Investmentgesellschaften sowie ihrem Vorstandschef David Montgomery gehört.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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