Montag, 11. Dezember 2017

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Was ist eigentlich Ein Businessplan?

Ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist für viele ein lang gehegter Traum. Mit seinem Kompakt-Lexikon für Unternehmensgründungen gibt Herausgeber Tobias Kollmann Firmenchefs in spe einen Leitfaden an die Hand. manager-magazin.de präsentiert wöchentlich einen Auszug aus dem Lexikon.

1. Begriff

Ein Businessplan ist ein schriftliches Dokument, welches das Konzept eines neu zu gründenden Unternehmens beschreibt.


Tobias Kollmann (Hrsg.): "Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmens-
gründung"
; Gabler 2005, 352 Seiten, 24,90 Euro.
2. Adressaten

Der Businessplan hat grundsätzlich zwei Zielgruppen beziehungsweise Adressaten. Zum einen dient er den Gründern dazu, vor der Aufnahme des Geschäftsbetriebs eine systematische Analyse der Geschäftsidee vorzunehmen. Die zweite Zielgruppe eines Businessplans sind Investoren beziehungsweise Kapitalgeber. Ihnen macht der Businessplan ein Beteiligungsangebot mit umfassenden Informationen zu den Gründern, zum Geschäftsmodell und zu den Finanzplanungen.

3. Gliederung

Eine typische Gliederung eines Businessplans umfasst folgende Abschnitte: Kurzzusammenfassung (Executive Summary), Persönliche Daten der Gründer, Darstellung der Produkt- oder Serviceidee, Kundenbeschreibung und Marketingplanung, Beschreibung der Konkurrenz, Darstellung der Einkaufs- und Produktionsplanung, Darstellung der Standort- und Rechtsformwahl, Finanzplanung und Anhang. Jeder Punkt der Gliederung kann weiter verfeinert und an die jeweilige Geschäftsidee individuell angepasst werden.

4. Finanzplanung

Die Finanzplanung schließt den Hauptteil des Businessplans ab und führt alle vorher behandelten Einzelplanungen zusammen. Aus der Sicht eines Investors ist die Finanzplanung nach der Executive Summary und den persönlichen Daten der Gründer der drittwichtigste Bestandteil eines Businessplans. Die Gründer müssen hier Erlöse und Kosten abschätzen und daraus den erwarteten Gewinn pro Periode berechnen. Das setzt genaue Vorstellungen über Produktpreise, Absatzmengen und alle Kosten voraus.

Das Unternehmenskonzept ist nur tragfähig, wenn es dauerhaft Gewinne erwirtschaftet, also Erlöse, welche die Kosten übersteigen. Ebenso wichtig wie die Gewinnplanung ist die Planung des Kapitalbedarfs und der Liquidität des neuen Unternehmens. Der Kapitalbedarf besteht aus dem Betriebsmittelbedarf, dem Investitionsbedarf und der erforderlichen Kapitalreserve.

Der Liquiditätsplan wird ebenfalls aus den anderen Teilplanungen des Businessplans abgeleitet. Sie ist erforderlich, weil die zukünftigen Auszahlungen nicht automatisch zu jedem Zeitpunkt von ausreichend hohen Einzahlungen abgedeckt werden.

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