Dienstag, 27. Juni 2017

Camcorder Viel Inhalt für wenig Geld

Die Hochzeit eines Freundes oder die ersten Schritte des eigenen Kindes – es gibt eine Vielzahl von Anlässen, die mit Ton und Bild für die Nachwelt festgehalten werden wollen. Dank der Digitalisierung bekommen Hobbyregisseure inzwischen schon für 300 Euro einen guten Camcorder, der die bewegenden Ereignisse für immer festhält.

Düsseldorf - Digitale Videokameras gibt es heutzutage bereits zu Preisen zwischen 300 und 600 Euro. Und sie sind dabei von der Qualität her durchaus zu empfehlen, wie ein Test von zehn aktuellen Exemplaren durch die Fachzeitschrift "Chip" ergeben hat.

Testsieger: Panasonics Camcorder NV-GS75
Testsieger ist der 500 Euro teure Panasonics "NV-GS75", der seine Aufnahmen mit 540.000 Pixel aufzeichnet, und das mit scheinbar sehr hoher Detailtreue. Verantwortlich dafür sind die drei CCD-Chips (Charge-coupled Device), wobei jeder der Chips eine der drei Spektralfarben speichert. Diese Technik wird sonst in sehr teuren Geräten eingesetzt. Kleiner Makel: Die trotz der relativ geringen Auflösung als gut bewertete Bildqualität nimmt bei schlechter Beleuchtung ab. An den Rändern werden die Bilder dann unscharf und insgesamt zu dunkel.

In punkto Preis-Leistung erhielt Sonys Börsen-Chart zeigen etwa 400 Euro teure "DCR-HC17" die besten Noten. Noch dazu deshalb, weil sie mit 800.000 Pixel schärfere Aufnahmen erzeugt wie der Testsieger von Panasonic. Dafür ist das 2,5 Zoll große Touchscreen-Display vor allem bei Sonnenstrahlung nur bedingt einsatzfähig. Das ist manchmal unpraktisch, denn nur auf diese Weise kann man im Menü navigieren. Unpräzise erwies sich bei der Kamera auch der Autofokus bei schlechter Beleuchtung. Zudem verfügt das Gerät als einziges nicht über eine Fotofunktion. Dafür können über einen Zubehörschuh externe Mikrofone oder Videoleuchten angebracht werden.

"DCR-HC17" von Sony: Mit 2,5-Zoll-LC-Display, Carl Zeiss Objektiv und optischem 20fach-Zoom Canons "MVX330i": Hohe Auflösung, hoher Preis GR-D239 von JVC: Digitaler High-Band-Camcorder

Kompakte Camcorder
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Relativ gut weg kamen bei dem Test auch Canons "MVX 330i", die mit 1,33 Megapixel zwar die höchste Auflösung, mit 600 Euro aber auch den höchsten Preis erzielt. Ebenfalls eine Auflösung von 1,33 Megapixel schafft die "GR-D230" von JVC (470 Euro), die dafür aber einen sehr sprunghaften Zoom hat und etwas umständlich zu bedienen ist.

Die heutige Generation der digitalen Camcorder ist kompakt, relativ leicht und liegt gut in der Hand. Der Testsieger, Panasonics "NV-GS75" etwa wiegt 420 Gramm und ist nur 76 Millimeter breit. In Sachen Bildauflösung sind Werte zwischen 800.000 Pixel und 1,33 Megapixel Standard.

Ein wichtiges Kaufkriterium ist neben der Bildauflösung auch die Akkulaufzeit. Der Energiespeicher des Testsiegers hielt drei Stunden vor, egal ob aufgezeichnet oder abgespielt wird. Das war der beste Wert von allen. Die digitalen Camcorder der getesteten Preisklasse verfügen alle über USB- und Firewire-Anschlüsse zur Datenübertragung. Bei manchen muss man dazu noch eine mitgelieferte Software installieren.

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