Sonntag, 30. April 2017

Rückblick 2004 Das Jahr des Breitbands

Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen des Breitbands. Ob über Wireless Lan, UMTS oder Voice over IP: Dem schnellen Internetzugang begegnete man überall. Aber auch neue Begriffe wie iPods, Blogs, Wikis und Phishing eroberten 2004 das Internet.

Hamburg - Zwei Trends haben 2004 zum Jahr des Breitbands gemacht: Das Internet erfasst immer mehr Bereiche des Alltags und die Kosten für den schnellen Zugang sind dank neuer Anbieter kräftig ins Rutschen gekommen. Beim Mobilfunk erlebte das Breitbandnetz UMTS eine Premiere, die vier Jahre nach der kostspieligen Versteigerung der Lizenzen zwar nicht so glanzvoll ausfiel wie erhofft, aber nun auch auf dem Handy die komfortable Internetnutzung ermöglicht.

Deutsche Telekom: "2007 etwa zehn Millionen Breitbandanschlüsse"
Von den rund 38 Millionen Telefonanschlüssen in Deutschland erfüllen bislang 34 Millionen die technischen Voraussetzungen für Breitband. Zur Jahresmitte 2004 gab es mehr als 4,7 Millionen Breitbandanschlüsse, bis Ende 2007 rechnet die Telekom-Tochter T-Com mit rund zehn Millionen Anschlüssen.

Angesichts eines verstärkten Wettbewerbs kommen immer mehr Breitbandanbieter ihren Kunden mit Preisabschlägen entgegen oder packen zusätzliche Leistungen drauf. Besonders aktuell ist "Voice over IP" (VoIP), das Telefonieren übers Internet.

Bei den Tarifen ist die Flatrate für unbegrenzte Internetnutzung für viele noch zu kostspielig. Die meisten Breitbandnutzer entscheiden sich für Volumentarife, bei denen man ebenfalls die ganze Zeit online bleiben kann und pauschal für eine Datenmenge von einem oder drei Gigabyte im Monat bezahlt. Neben dem Standardzugang werden verstärkt auch die schnelleren Anschlüsse mit einer Downloadgeschwindigkeit von zwei oder drei Megabit pro Sekunde genutzt.

Internet per UMTS

Auch UMTS erlebte seinen Start im Frühjahr 2004 zunächst beim Datenverkehr: Eine Einsteckkarte fürs Notebook ermöglicht die Funkanbindung ans Internet. Schneller ist da aber weiter das Wireless-Lan (W-Lan).

Beim Handy kommt UMTS erst in diesen Monaten in Gang. Die Anbieter der neuen Geräte werben dabei vor allem mit der mobilen Videotelefonie und mit integrierten Kameras, die immer bessere Fotos aufnehmen können.

Während die Übertragungskanäle breiter werden, tun sich die Anbieter der dafür geeigneten Inhalte immer noch schwer mit attraktiven Angeboten. Die auf der Cebit von der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen gestartete Plattform Phonoline musste schon nach wenigen Monaten ihr Scheitern erklären - die strengen Nutzungsbeschränkungen für die herunter geladenen Musikdateien hielten die Nachfrage in engen Grenzen.

Umso beliebter ist iTunes, die digitale Musiktankstelle von Apple, das mit seinem iPod auch gleich das passende Kultgerät dazu mitliefert. In Deutschland ist iTunes seit Juni 2004 aktiv und erreicht einen Marktanteil von fast der Hälfte der eine Million verkauften Downloads pro Monat.

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