Samstag, 24. Februar 2018

Suchst Du noch oder arbeitest Du schon? 2018 - Odyssee im Intranet

Odyssee im Weltraum: Auch die Intranet-Suche hält noch viele Überraschungen und Entdeckungen bereit

Das firmeneigene Intranet soll allen Mitarbeitern die Arbeit erleichtern und die Effektivität steigern - theoretisch. In der Praxis ist die Arbeit mit dem Intranet oft wie eine abenteuerliche Reise mit vielen Hindernissen und überraschenden Entdeckungen: Inhalte sind häufig versteckt und lassen sich selbst mit der Suchmaschine nicht aufspüren, von unterwegs ist kein Zugriff auf das Intranet möglich und die Bedienung ist alles andere als übersichtlich. Zu diesen Ergebnissen kommt die Intranet-Studie der Kölner Unternehmensberatung NetFederation.

Wie zufrieden sind Mitarbeiter mit den Intranets, für welche Aufgaben werden sie eingesetzt und welche Funktionen stehen zur Verfügung? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, hatte NetFederation eine Online-Umfrage durchgeführt, an der mehr als 1.200 Intranetnutzer und -verantwortliche aus verschiedenen Unternehmen und Konzernen teilgenommen haben.

Die Ergebnisse (die Intranet-Studie finden Sie hier) zeigen zwar, dass die meisten Nutzer mit technisch soliden Intranets arbeiten können: stabiler Lauf, schnelle Ladezeiten und fehlerfreie Darstellungen sind Punkte, die die Umfrageteilnehmer zu großen Teilen positiv bewerten. Die jüngsten Investitionen von Unternehmen in die Intranet-Landschaft haben sich offensichtlich gelohnt. Darum habe die Intranetnutzung auch kontinuierlich zugenommen.

Mitarbeiter auf Irrfahrt - wer unterwegs ist, wird häufig abgehängt

Doch zu den größten Mängeln zählt laut der Studie der fehlende externe Zugriff. Wer außerhalb des Büros auf das Intranet zugreifen möchte (muss), hat vielfach schlicht keine Chance dazu. Ein Drittel aller Nutzer bleibt im Home Office auf Irrfahrt - weder mit Smartphone, PC oder App ist es ihnen möglich, das zentrale Kommunikationsmittel zu erreichen.

Dialogförderung Mangelware

Senden und Empfangen - das war (vor)gestern. Durch Social-Media-Aktivität erprobte Mitarbeiter sind es gewohnt, digitale Dialogmöglichkeiten zu nutzen. Doch in der Breite der deutschen Intranetlandschaft gibt es kaum Dialogförderung: es fehlt vielfach an Inhalten, die dafür sorgen, dass sich Kollegen einbringen können.

Die Mehrzahl der befragten Intranetnutzer klagt über die schlechte Auffindbarkeit wichtiger Inhalte. So gibt über die Hälfte der Umfrageteilnehmer an, dass sie im Intranet nicht alles für die tägliche Arbeit findet. Verantwortliche sollten sich, das Intranet und die eigene Arbeit kritischer hinterfragen und die Nutzer bei der Planung stärker einbinden, so die Empfehlung der Studie. Mit Umfragen oder der Analyse von Besucherstatistiken lassen sich Schwachstellen identifizieren, die dann nachgebessert werden können. Damit, so die Autoren der Studie, lassen sich Zufriedenheit und letztlich die Arbeitseffektivität im Unternehmen messbar und nachhaltig steigern - damit es 2018 keine Odyssee mehr im Intranet gibt.

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