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26.01.2012
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Umsatzprognose gekappt

Japan-Riese NEC entlässt Tausende

NEC-Zentrale in Tokio: Elektronikriese kämpft mit Problemen
REUTERS

NEC-Zentrale in Tokio: Elektronikriese kämpft mit Problemen

Schwache Nachfrage nach NEC-Smartphones und Probleme bei der Ausweitung der Geschäfte in Übersee: Der japanische Elektronikhersteller NEC streicht weltweit 10.000 Stellen und kappt seine Umsatzprognose. Im abgelaufenen Quartal machte der Konzern bereits 855 Millionen Euro Verlust.

Tokio - NEC will weltweit 10.000 Arbeitsplätze streichen. Allein 7000 Stellen sollen im Heimatland Japan wegfallen, wie NEC am Donnerstag mitteilte. Der Konzern machte in den ersten neun Monaten seines laufenden Geschäftsjahr einen Verlust von 97,5 Milliarden Yen, das sind umgerechnet 961 Millionen Euro. Bis Ende des Geschäftsjahrs Ende März werde der Verlust nach NEC-Angaben bei 100 Milliarden Yen liegen, was umgerechnet einer Milliarde Euro entspricht.

Eine schwache Nachfrage nach NEC-Smartphones, Probleme bei der Ausweitung der Geschäfte in Übersee und der harte Wettbewerb im Bereich Telekom-Infrastruktur in Japan erforderten eine Senkung der Kosten, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Allein die Absatzprognose für Smartphones für das laufende Geschäftsjahr müsse von zuvor 6,5 Millionen Stück auf nunmehr fünf Millionen gekürzt werden.

Der Konzern machte unter anderem "drastische Änderungen auf dem japanischen Markt" verantwortlich für die hohen Verluste. Ausländische Hersteller hätten dort Marktanteile erobert. Die Mobilfunksparte werde "komplett umgebaut", kündigte NEC an, auch die Sparte elektronische Bauteile werde restrukturiert. So werde NEC ein neues Werk in Thailand bauen, als Ersatz für ein vom Hochwasser dort zerstörtes; die Kosten dieser Naturkatastrophe für den Konzern bezifferte NEC auf umgerechnet 400 Millionen Euro. Für den Konzernumbau seien Kosten von 40 Milliarden Yen eingeplant. Das entspricht umgerechnet knapp 400 Millionen Euro.

NEC Chart zeigen stellt unter anderem Computer, Handys und elektronische Bauteile her. Weltweit beschäftigt es bislang rund 116.000 Menschen.

kst/afp/rtr

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