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24.11.2011
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Mögliche Miliardenübernahme

Microsoft prüft Yahoo-Bücher

Yahoo-Logo: Bald unter dem Dach von Microsoft?
DPA

Yahoo-Logo: Bald unter dem Dach von Microsoft?

Die Anzeichen für ein Übernahmeangebot verdichten sich: Der Internetpionier Yahoo hat offenbar dem US-Softwarekonzern Microsoft seine Bücher geöffnet. Im Vergleich zum ersten Angebot vor knapp vier Jahren scheint Yahoo nun nicht mehr an eine eigenständige Zukunft zu glauben.

Sunnyvale - Microsoft habe eine Vereinbarung unterzeichnet, um Einblick in die Bilanzen von Yahoo nehmen zu dürfen, berichten die US-Tageszeitung "New York Times" und die Nachrichtenagentur Bloomberg übereinstimmend. Damit schließe sich der Softwarekonzern einer kleinen Gruppe von Firmen an, die Interesse an dem Internetportal zeigten. Unter den anderen Interessenten sind demnach auch einige Investmentfirmen.

Microsoft Chart zeigen hatte Yahoo Chart zeigen bereits Anfang 2008 ein Übernahmeangebot vorgelegt und damals zuletzt fast 50 Milliarden Dollar geboten. Yahoo leistete aber Widerstand, weshalb das Softwareunternehmen schließlich aufgab - eine Entscheidung, die später von Yahoo-Aktionären heftig kritisiert wurde. Einige Zeit später allerdings vereinbarten Microsoft und Yahoo eine Kooperation. Seitdem nutzt der Internetpionier die Microsoft-Suchmaschine Bing, Einnahmen aus Onlinewerbung teilen sich die Unternehmen.

Microsoft hat nun nach Ansicht von Beobachtern ein Interesse, eine Übernahme von Yahoo durch mögliche Konkurrenten zu verhindern. Deshalb erwäge das Unternehmen ein erneutes Übernahmeangebot.

Yahoo ist ein früher Star des Internets. Nach den Zeiten des ersten Internetbooms Ende der 1990er Jahre, der schließlich im Platzen der Internetblase an den internationalen Börsen endete, ging es mit dem Unternehmen allerdings bergab. Die Konkurrenz neuer Konzerne wie Google Chart zeigen macht dem Pionier schwer zu schaffen.

Für das dritte Quartal wies Yahoo einen Umsatz von 1,22 Milliarden Dollar (minus 24 Prozent im Jahresvergleich) und einen Gewinn von 293,3 Millionen Dollar (minus 26 Prozent) aus. An der Börse wird das Unternehmen mit knapp 20 Milliarden Dollar (15 Milliarden Euro) bewertet.

Das Yahoo-Management sucht bereits seit längerem nach einem Käufer. Zuletzt hatte es geheißen, dass Microsoft mehrere Milliarden dafür aufbringen könnte und der Rest von Anlegern rund um den Finanzinvestor Silver Lake Partners kommt. Zudem soll es noch eine Reihe von weiteren Interessenten geben - allerdings kommen wohl alle aus der Finanzbranche und nicht aus der Branche.

mg/afp/dpa

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