Hamburg - ...das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Zeitung "Die Woche". Vor allem Menschen mit geringem Bildungsgrad nutzen das Internet kaum. So sind immerhin 44 Prozent der Abiturienten im Netz. Unter den Hauptschulabsolventen macht der Anteil nur acht Prozent aus. Die digitale Kluft macht sich auch zwischen Selbständigen und Arbeitern bemerkbar. Während 41 Prozent der Selbständigen das Internet nutzen, sind es bei den Arbeitern nur rund zwölf Prozent. Als Hauptgrund sieht Forsa die geringe Verbreitung von Computern an deutschen Schulen. Nur jeder Siebte - etwa 15 Prozent - habe die Bedienung des Internets in der Schule oder an der Universität gelernt. Die meisten Deutschen brächten sich ihre Internet-Kenntnisse selbst bei oder fragten Freunde um Rat.
Nur ca. 14 Prozent hätten eine eigene Homepage. Besonders bedenklich sei es, dass vor allem Deutsche mit höherer Bildung das Internet nutzen. So bestehe die Gefahr eines "Internet-Proletariats", so die "Woche". 44 Prozent der befragten Abiturienten surften im Internet, aber nur acht Prozent der Befragten mit Hauptschulabschluss, teilte die "Zeitung" mit. Das gleiche Bild böten auch die Erwerbstätigen: 41 Prozent der Selbstständigen nutzten das Internet regelmäßig, von den Arbeitern aber nur 12 Prozent. Einkaufsmöglichkeiten, Chat-Rooms und Spiele würden dabei vergleichsweise selten genutzt. Hauptattraktionen seien E-Mails und Angebote zur Informationsbeschaffung.
Scheinbar hat auch das Bildungswesen noch nicht auf die neue Herausforderung "Internet" reagiert: Nur jeder Siebte habe die Bedienung des Computernetzes in der Schule oder an der Uni gelernt,teilte die Zeitung mit. Die meisten hätten sich ihre Kenntnisse selbst beigebracht oder Freunde um Rat gefragt.
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