Aber die Berater von Präsident Barack Obama lernen schnell. So kündigten sie im vergangenen Jahr die erste Pressekonferenz des neuen Amtsinhabers auf Twitter an. Und Burton twittert manchmal, um Ausführungen seines Chefs Gibbs klarzustellen, wenn sich dieser am Rednerpult im Weißen Haus missverständlich ausgedrückt hat. Auch weisen die twitternden Regierungsmitglieder ihre Follower auf Medienberichte im Netz hin, die sie besonders gut finden.
Auf eine Direct-Message-Anfrage zur Nutzung von Twitter erklärte Burton: "@PressSec is using this new medium in a way that gets information out quickly and effectively tracks what is on the minds of our press corps" - der Sprecher des Weißen Hauses nutzt dieses neue Medium, um schnell Informationen zu verbreiten und wirksam zu verfolgen, was Journalisten beschäftigt.
Und Obama? Muss sich heute stärker zurückhalten
Das sind bereits andere Motive als noch im Wahlkampf. Damals nutzte Obama Twitter und weitere Möglichkeiten sozialer Netzwerke, um eine direkte Bindung zu Wählern aufzubauen.
Und wie twittert Obama heute? Der Präsident hat zum einen seinen persönlichen Account namens BarackObama, wo aber auch seine Berater schreiben. Zum anderen gibt es den offiziellen Twitter-Account des Weißen Hauses, WhiteHouse, dessen Tweets ebenso behandelt werden wie andere politische Dokumente der Regierung. "All dies ist grundsätzlich völlig neu für eine Regierung", sagt Regierungssprecher Nick Shapiro, "ist aber zum Standard für den Betrieb im Weißen Haus geworden".
Über den größten Teil der Geschichte hinweg habe die Regierung über Medien und Interessengruppen mit der Öffentlichkeit kommuniziert. Inzwischen werde mehr und mehr auch der direkte Kontakt möglich. So verfolgten im Herbst vergangenen Jahres 60.000 Menschen auf der Website des Weißen Hauses eine Rede Obamas zur Gesundheitsreform. Anschließend blieb jeder dritte weiter auf der Website, um sich mit Regierungsvertretern darüber auszutauschen.
Zumindest die Regierung hat davon profitiert, wie der Direktor für neue Medien im Weißen Haus, Macon Phillips, erklärt: So habe die Regierung "eine Vorstellung bekommen, welche Fragen die Öffentlichkeit in Rohform hat".
Philip Elliott, apn
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