Von Thomas Pelkmann
Technik wird zunehmend zur Massenware. Selbst Geschäftsführer und Finanzverantwortliche können mittlerweile mit IT umgehen. Für sie ist Technik etwa in der Darreichungsform eines iPhones oder Blackberrys selbstverständlich. Immer mehr von ihnen sind schon mit Technik groß geworden und brauchen die IT-Abteilung nicht, um sich die Handhabung erklären zu lassen. Und sie denken eigenständig über SaaS5 oder BPO6 nach, während die IT-Abteilung noch mit Response-Zeiten oder Verfügbarkeiten beschäftigt ist.
Es ist also kein leichter Weg für ehemals reine Technologen, sich zu BT-Beratern umzudefinieren. Wie das dennoch gehen kann, zeigt Forrester in seinem jüngst erschienenen "Best Practices Framework for BT Leadership Maturity", das sich mit den Antworten für zwei einfache Fragen beschäftigt: Wie geht das, und was sollen wir besser machen? Die Richtlinien sollen CIOs die Möglichkeit zur eigenen Beurteilung geben. Mit den Best Practices können sie feststellen, wie sich ihre IT-Organisation im Vergleich mit den besten ihrer Klasse schlägt und zugleich Ansatzpunkte für gezielte Verbesserungen der Lage identifizieren.
Angebot und Nachfrage trennen
Dabei geht es den Forrester-Analysten nicht darum, die technische Expertise der CIOs in den Hintergrund zu drängen. Tatsächlich bedeutet die stärkere Konzentration aufs Business vor allem eine andere Sichtweise der Dinge.
Unter anderem rät Forrester dazu, Angebot und Nachfrage zu trennen: "CIOs müssen den Teil ihrer Organisation, der sich mit den Auswirkungen von IT auf das Business beschäftigt, von dem Teil absondern, der den Betrieb am laufen hält". Diese Trennung kann soweit gehen, dass klassische Rollen aus der IT-Abteilung ins Business wandern.
All das werde in der Konsequenz dazu führen, dass sich auch die Herrschaftsfrage über die IT neu stellt: Jeder, der im Unternehmen für strategische Entscheidungen verantwortlich ist, wird über die Benutzung von Technik mitbestimmen, von der der Geschäftserfolg abhängt. Die Aufgabe des CIO wird es sein, dafür zu sorgen, dass solche Entscheidungen mit der IT abgestimmt sind. Der CIO hat es in der Hand dafür zu sorgen, ob er an entscheidender Stelle mit dabei ist oder nicht.
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