Von Konrad Lischka
Das Internet - das bedeutet unendliche Weite. Kaum Zugangshürden für Menschen, die mitmachen wollen. Offene Standards. Enorme Vielfalt. Aber sieht so auch das Internet der Zukunft aus?
Facebook-Nutzerin: Wer sind die Mächtigen im Internet von morgen?
Dank dieser Offenheit konnten Konzerne wie Google
und Facebook zu den Giganten werden, die sie heute sind. Doch jetzt sind es gerade diese Unternehmen, die im Internet Inseln errichten. Zum Beispiel Amazon. Der Internethändler hat erst an diesem Donnerstag einen Download-Shop nach Apple-Vorbild für seine Kindle-Lesegeräte angekündigt. 30 Prozent der Einnahmen will Amazon
behalten und außerdem entscheiden, wer was in dem Inselreich anbieten darf.
So halten es auch andere App-Store-Anbieter und Internetunternehmen, allen voran Apple
. Ihre Inseln im Netz sind viel eher geschlossen als offen - und gerade deshalb durchaus auch reizvoll für Unternehmen wie für Nutzer.
Das Marktforschungsunternehmen Gartner sagt voraus, dass schon in drei Jahren mehr Menschen mit Handys und anderen mobilen Geräten ins Internet gehen werden als mit normalen Computern. Das mobile Web wird zum Trend der kommenden Jahre - und es wird anders funktionieren als das WWW. Es wird sich viel stärker auf die Inseln von Amazon, Google, Facebook und Co. fokussieren.
Die Konzerne konzentrieren und parzellieren das Internet und erfinden es dabei neu.
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