Vodafone hat für seine Kunden jüngst die Online-Plattform 360 eingeführt. Sie soll mobile Anwendungen sowie Kontakte und Inhalte bündeln. Wer hier Anwendungen kauft, zahlt mit der Telefonrechnung. Der Ovi Store von Nokia ähnelt im Angebot den anderen Plattformen, bietet aber zum Beispiel auch Kartenmaterial für Navi-Handys.
Das Handy nach dem Umfang des passenden App-Angebots auswählen, wäre dann allerdings doch etwas übertrieben, sagt Markus Weidner. "Wenn Sie ihr Handy nur für die üblichen Aufgaben wie SMS, Internet oder Mail nutzen, brauchen Sie gar keine Apps."
Es gab bereits Hacker-Angriffe auf Apps
Die immer stärkere Verbreitung von Smartphones und die riesige Zahl von Anwendungen machen die Geräte beziehungsweise die Software zum potenziellen Ziel für Hacker. Im Herbst 2009 tauchte ein erster Wurm auf, der sich über iPhones verbreitete. Betroffen waren jedoch nur Geräte, die so vom Nutzer manipuliert worden waren, dass darauf auch von Apple nicht autorisierte Software läuft. Und Ikee, so der Name der Malware, richtete zum Glück geringen Schaden an: Das Hintergrundbild wurde gegen eines des Sängers Rick Astley getauscht.
Schadprogramme, die durch Applikationen verbreitet werden, sind dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn bisher nicht bekannt. Es habe aber schon Angriffe auf Schwachstellen in Apps gegeben. So zeige sich, dass Smartphones immer angreifbarer werden - weil sie immer mehr können und PCs immer ähnlicher werden. "Es ist nicht auszuschließen, dass in nächster Zeit Schadprogramme auch über Applikationen ihre Verbreitung im Bereich der Mobiltelefone finden werden", heißt es beim BSI. Apps sollten deshalb immer aus sicherer Quelle stammen.
manager-magazin.de mit Material von dpa
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