Auf Netbooks wird meist die Starter Edition eingesetzt. Sie ist nicht langsamer als teurere Varianten, ihr fehlen aber manche Funktionen. So ist ein Umschalten der Benutzerkonten per Tastenkombination nicht möglich. Auch die grafische Nutzeroberfläche Aero kann nicht genutzt werden. Zudem wird kein 64-Bit-System unterstützt. Doch diese Punkte spielen auf dem Netbook ohnehin eine untergeordnete Rolle.
Ein weiterer Unterschied zwischen aktuellen und älteren Netbooks ist die Größe des Arbeitsspeichers: Hin und wieder werden jetzt auch Geräte mit zwei statt mit nur einem Gigabyte RAM angeboten. Der Unterschied ist beim Arbeiten deutlich spürbar. Ein Kaufkriterium ist das alleine aber noch nicht, denn bei den meisten Netbooks lässt sich der Arbeitsspeicher einfach und kostengünstig aufrüsten - sofern die Preise für Speicher nicht deutlich steigen.
So oder so: Als günstiges Surfgerät für abendliche Onlinesessions auf dem Sofa sind Netbooks weiterhin bestens geeignet - auch weil sie recht lange Akkuzeiten zu Niedrigpreisen liefern. Wem es beim Rechner auf Leistung ankommt, der liegt mit einem Netbook dagegen falsch. Das wissen offenbar auch viele Verbraucher: Nach den Zahlen des Bitkom ersetzen die Geräte keine großen Notebooks oder Desktop-PCs - sie werden als Zweit- oder Drittrechner gekauft.
Wer noch ein bisschen mit der Anschaffung eines mobilen Rechners warten kann, dem gefällt vielleicht, was Thomas Rau ebenfalls für dieses Jahr erwartet: Netbooks mit Touchdisplay. Sie dürften wie Tablet-PCs mit umklappbarem Bildschirm daherkommen. Das wäre dann die nächste Generation.
Sven Appel, dpa
© manager magazin online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH