Skype selbst empfiehlt in einem Blog-Eintrag "mindestens ein Mbps symmetrische Bandbreite, um Videoanrufe in 720p HD-Qualität" zu ermöglichen. Für die meisten Internetnutzer hierzulande wird es vorerst also bei ruckeligen Skype-Telefonaten in niedriger Auflösung bleiben.
Bei Sony
glaubt man weiterhin an den Fernseher als zentrales Unterhaltungsgerät im Wohnzimmer - und das soll in Zukunft endlich Entertainment in drei Dimensionen liefern. Mit Discovery Communications ("Discovery Channel") und der Imax Corporation zusammen will der japanische Elektronikriese einen 3-D-Fernsehsender schaffen, der 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche ausschließlich entsprechendes Material aus Bereichen wie Natur-, Abenteuer- und Forschungsreportagen, Weltraum, Wissenschaft und Technik senden soll. Auch Filme und Kindersendungen sollen ins Programm aufgenommen werden. Zuerst werde der Sender in den USA starten - wann wurde aber nicht mitgeteilt.
Für Sony ist die Ankündigung ein wichtiges Argument: Der Konzern hofft, ebenso wie diverse Konkurrenten, dass 3-D-fähige Fernseher die nächste Welle von Kaufentscheidungen nach der Einführung von HD-fähigen Geräten auslösen könnten. Eine ganze Reihe von entsprechenden Geräten soll auf der CES vorgestellt werden. An Inhalten dagegen mangelt es derzeit noch. Neben Sonys - terminloser - Ankündigung eines 3D-Senders gibt es noch das Versprechen des US-Sportsenders ESPN, ab Juni "ausgewählte Programme", darunter Fußballspiele der Weltmeisterschaft in Südafrika, in 3D auszustrahlen. In den USA rechnet man zudem mit einer entsprechenden Ankündigung des Satelliten-TV-Senders DirecTV im Rahmen der CES.
Hoffnungsvoll blickt die Branche vor allem auf James Camerons erwartungsgemäß erfolgreichen 3-D-Film "Avatar": Der hat in nur wenigen Wochen bereits über eine Milliarde Dollar eingespielt und beflügelt nun die Hoffnung, dass 3D tatsächlich, endlich, das nächste große Ding werden könnte. Das Problem, das sich da abzeichnet, ist das gleiche, das auch nach der Einführung der HDTV jahrelang für Ärger sorgte - in Deutschland bis heute: Es fehlt an entsprechenden Inhalten für die Fernseher mit der feinen Auflösung. Wer keinen Blu-ray-Player hat, kann hierzulande bis heute kaum echtes HD-Fernsehen genießen.
Den 3-D-Fernsehern der ersten paar Generationen droht ein ähnliches Schicksal. Allzuviel Material in 3D gibt es schlicht noch nicht, auch wenn die großen Hollywood-Studios sich zunehmend darauf verlegen, gerade Blockbuster-Produktionen mit Familienpotenzial auch als 3D-Version aufzunehmen. Insofern wird es spannend sein, zu sehen, wie Sony, Imax und Discovery ihren 3D-Kanal füllen wollen - ein blauer Indianer allein macht noch keinen Sommer.
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