16.12.2009
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Datensicherung online

Ab ins Netz?

2. Teil: Auf Nähe und Verfügbarkeit achten

Von Mail-Anbietern, die heute auch viel Speicherplatz für die eigenen Daten bieten, sei abzuraten: "Der Upload dauert einfach zu lange."

Führende Anbieter für den Online-Back-Up seien Mozy, Carbonite oder auch Dropbox, sagt Zuljevic. Alle drei sind kostenpflichtig. Die beiden erstgenannten stellen unendlich Speicher zur Verfügung, bei Dropbox sind es zwei Gigabyte. Ein wichtiges Kriterium für die Wahl des Anbieters sei die Verfügbarkeit: "Nichts ist schlimmer, als wenn der Nutzer gerade seine Daten braucht und der Dienst nicht verfügbar ist." Je nachdem, wie viele Daten man hochladen möchte, spiele auch das Verbindungstempo eine Rolle.

Entscheidend seien außerdem das Upload-Volumen, der zur Verfügung gestellte Speicherplatz und die monatlichen Gebühren, ergänzt Andreas Krug von der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift "Computer Bild". Am besten wähle der Anwender einen Dienst aus, der ihm in Testberichten positiv aufgefallen ist oder der auch in anderen Geschäftsbereichen mit Privatkunden zu tun hat.

Ein zentraler Punkt ist die Sicherheit. Nutzer sollten vor allem auf die Möglichkeit zum Verschlüsseln ihrer Daten Wert legen, rät Strahinja Zuljevic. Gut sei eine sogenannte AES-Verschlüsselung - in Kombination mit einem langen und komplizierten Passwort, das in keinem Wörterbuch zu finden ist.

Eine Verschlüsselung der Dateien vor dem Upload und eine Verschlüsselung der Verbindung selbst seien wesentliche Bestandteile, die jede vernünftige Online-Back-up-Lösung bieten sollte, sagt auch Sven Rohkamm. "Ansonsten haben Dritte die Möglichkeit, auf die Daten zuzugreifen."

Wer monatlich bis zu 15 Euro ausgeben will, sollte seine Daten bei einem deutschen Unternehmen speichern, bei dem sie via FTP-Protokoll verwaltet werden, rät Zuljevic. Dann stehen die Server im Inland - was auch den Vorteil eines höheren Tempos beim Up- und Download biete. Prinzipiell gilt aber: "Wer seine Daten im Netz speichert, muss sich im Klaren darüber sein, dass sie sich nicht mehr in den eigenen vier Wänden befinden." Sie liegen auf Servern, auf die rein technisch mehrere Leute Zugriff haben - und seien es nur die Verwalter des Servers selbst.

Man dürfe aber keinen Generalverdacht aufstellen, sagt Krug. Daten im Netz abzulegen, sei nicht zwangsläufig unsicher: "Ob man Daten ins Netz stellt und dort speichert, ist eine Frage, die jeder für sich beantworten muss." Persönliches online zu speichern, sei für viele noch ungewohnt, sagt Zuljevic. Dabei sei allein der Bedienkomfort den herkömmlichen Speichermethoden überlegen. Die Online-Variante sollte trotzdem nicht "normale" Back-ups ersetzen, sondern sie ergänzen.

Lediglich wichtige Geschäftsunterlagen oder streng unter Verschluss zu haltendes wie Ärztepapiere hätten im Internet nichts verloren.

Philipp Laage, dpa

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