Hamburg/Dortmund - Wo sind persönliche Daten von der MP3 bis zu den Urlaubsfotos am besten aufgehoben? Ist doch klar, auf dem Rechner oder auf einer externen Festplatte, lautet nach wie vor die Standardantwort der meisten Anwender. Sie handeln nach dem Motto: Meine Daten gehören auch in meine eigenen vier Wände. Dabei gibt es zahlreiche Webhosting-Anbieter und Online-Back-up-Dienste, mit denen sich die Datensätze einfach auf externen Servern speichern kann. Die Kosten dafür sind recht gering. Und wie ist es mit der Sicherheit?
Zunächst stellt sich die Frage, warum das Speichern im Internet überhaupt sinnvoll ist. Der Nachteil physischer Speichermedien sei, dass sie altern oder verloren gehen können, sagt Strahinja Zuljevic vom Online-Magazin "Netzwelt" in Hamburg. Sind die Daten im Netz hinterlegt, kann das nicht passieren. Zudem sind sie dort jederzeit verfügbar. "Das macht zum Beispiel für Leute Sinn, die viel reisen und keine aufwendigen Speicherplatten mit sich herumtragen möchten."
Außerdem entfällt die Anschaffung des Speichermediums: "Der Nutzer muss kein Geld für teure Hardware ausgeben", sagt Sven Rohkamm vom Webhosting-Anbieter dogado Internet in Dortmund. Die Daten ließen sich unkompliziert speichern, das Konfigurieren sei meistens einfach.
Bei automatisierten Lösungen entfalle zudem das Kopieren der Daten.So müsse der Anwender nicht ständig den Überblick behalten, wo er was abgelegt hat.
Ob der Nutzer seine Daten nur speichert oder auch automatisch mit seiner Festplatte synchronisieren lässt, hängt vom Angebot ab. Auf der einen Seite steht der einfache Online-Speicherplatz: Der Benutzer bekomme ein gewisses Kontingent zur Verfügung, auf dem er seine Daten ablegen kann, erklärt Rohkamm. "Hier wählt er manuell einzelne Ordner oder Dateien aus und zieht sie auf den Online-Speicher - quasi wie bei einer externen Festplatte." Bei den Angeboten mit automatischem Back-up werden vorher festgelegte Ordner auf dem PC immer zu einem bestimmten Zeitpunkt gesichert.
Gute Online-Back-up-Anbieter brächten eigene Software mit, die der Nutzer installiert, sagt Zuljevic. Dann kann er auswählen, welche Dateien er hochlädt. "Die Angebote sind hier vergleichsweise günstig - empfehlenswerte Tarife starten schon bei etwa fünf US-Dollar (3,39 Euro) pro Monat." Die Verträge liefen meist über zwei Jahre. Es gebe aber auch Unternehmen, bei denen der Kunde jeden Monat kündigen kann.
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