Donnerstag, 9. Februar 2012, 12:32 Uhr

manager magazin



07.12.2009
 

Paid Content

Verlage wollen gemeinsame Plattform

Deutsche Verlage arbeiten offenbar an einem gemeinsamen Online-Marktplatz für bezahlte Inhalte. Unabhängig voneinander sprachen sich der Verleger Konstantin Neven DuMont und Christoph Keese, Springer-Geschäftsführer für "Public Affairs", für eine übergreifende Plattform à la Google News aus.

Hamburg - Deutsche Verleger wollen eine gemeinsame Plattform für Bezahlinhalte schaffen. Diese könnte ähnlich wie Google News aussehen, sagte Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer "Public Affairs" des Springer-Verlags, in einem Interview mit der "New York Times". Ausgewählte Artikel dort könnten bepreist angeboten werden; er könne sich auch, analog zu Telefon-Flatrates, eine verlagsübergreifende feste Grundgebühr für Paid Content vorstellen. Offenbar kann Springer sich dabei auch eine Zusammenarbeit mit Google vorstellen.

Zur Kasse, bitte: Deutsche Verlage arbeiten derzeit an einer gemeinsamen Plattform für Bezahlinhalte
[M] mm.de

Zur Kasse, bitte: Deutsche Verlage arbeiten derzeit an einer gemeinsamen Plattform für Bezahlinhalte

Der Verleger Konstantin Neven DuMont hatte am Wochenende in einem Editorial für die "Berliner Zeitung" und die "Frankfurter Rundschau" ebenfalls von "Überlegungen" über "eine Vermarktungsplattform für Bezahlinhalte deutschsprachiger Verlage und Autoren" gesprochen: "Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, hochwertige journalistische Inhalte nicht länger im Internet zu verschenken", so Neven DuMont. Auch Netzinfrastrukturanbieter wie die Telekom und Suchmaschinenbetreiber, "allen voran Google Chart zeigen", müssten in die Debatte über den Erhalt eines qualitativ hochwertigen Journalismus einbezogen werden.

Im kommenden Jahr wolle die Mediengruppe M. DuMont Schauberg im sogenannten Freemium-Bereich experimentieren, so Neven DuMont. Weiterhin werde es dort viele kostenlose Inhalte geben, aber darüber hinaus auch Inhalte mit Mehrwert, für die man bezahlen müsse. Besonders der "investigative Journalismus in den Kommunen" sei in Gefahr.

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