Donnerstag, 9. Februar 2012, 06:50 Uhr

manager magazin



24.11.2009
 

Musikgeschäft

Warner Music schreibt tiefrote Zahlen

100 Millionen Dollar hat Warner Music im abgelaufenen Geschäftsjahr verloren. Auch für 2010 mag die Firma angesichts schwacher CD-Verkäufe kein positives Ergebnis versprechen. Sie sieht sich trotzdem als Gewinner: Warner erobere Marktanteile und halte die Kosten unter Kontrolle.

New York - Der US-Musikkonzern Warner Music Chart zeigen steckt in der Verlustzone fest. In dem Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal gab es ein Minus von 18 Millionen Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr addierten sich die Verluste damit auf 100 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Warner Music Group hat Künstler wie Alanis Morissette, Linkin Park, James Blunt oder Enya unter Vertrag.

Warner-Star James Blunt: Wann kann der Konzern die Verlustserie stoppen?
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AP / Warner Music

Warner-Star James Blunt: Wann kann der Konzern die Verlustserie stoppen?

"Selbst inmitten schwieriger Wirtschafts- und Branchentrends haben wir unseren Marktanteil in den USA auf 21 Prozent ausgebaut", erklärte Warner-Chef Edgar Bronfman. Die Firma verfolge ihre Hauptziele, ihre Einnahmequellen zu vervielfältigen, finanziell flexibler zu werden und die digitale Umstellung der Branche anzuführen. Finanzchef Steve Macri hob die strenge Kostenkontrolle hervor. Auch im Jahr 2010 werde die wirtschaftliche Schwäche der Musikbranche noch die Ergebnisse beeinflussen.

Im Vorjahresquartal hatte Warner Music noch ein dünnes Plus von sechs Millionen Dollar geschafft und im gesamten Geschäftsjahr 2008 den Verlust auf 56 Millionen Dollar begrenzt. Der Quartalsumsatz blieb mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 861 Millionen Dollar praktisch unverändert.

Auslöser für die Ertragsschwäche waren vor allem der anhaltende Rückgang der CD-Verkäufe und die Wirtschaftskrise in den USA. Die Musikverkäufe in Internet wachsen zwar rasant, doch die CD ist nach wie vor das wichtigste Medium. Deshalb sind die Absatzrückgänge für die Branche nach wie vor schmerzhaft. So stiegen zwar die sogenannten digitalen Erlöse um 9,6 Prozent auf 171 Millionen Dollar. Die gesamten Musikverkäufe rückten aber gerade einmal um 0,3 Prozent auf 709 Millionen Dollar vor. Das Musikverlagsgeschäft lief hingegen wie bei den Wettbewerbern gut.

Der Jahresumsatz des US-Konzerns fiel um 9 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Dollar. Das US-Geschäft schrumpfte um 11,8 Prozent, während die internationalen Erlöse um 6,6 Prozent sanken - wegen ungünstiger Währungskurse, wie es hieß.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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