Von Astrid Maier
mm.de: Yahoo, Facebook, Google - alle wollen zu der Seite im Netz heranwachsen, von der aus die Nutzer ausschließlich online gehen werden. Warum sollte ausgerechnet Yahoo
den Wettlauf um die Pole Position im World Wide Web gewinnen?
Riley: Jeder von uns nutzt das Internet für sehr Persönliches wie E-Mail-Schreiben oder zum Kommunizieren in sozialen Netzwerken. Und es gibt Angebote, die uns alle interessieren, etwa Nachrichten. Yahoo befriedigt beide Bedürfnisse. Und wir haben die Dienste unserer Wettbewerber Facebook und Google
mm.de: Ist diese Strategie, die starken Konkurrenten ins eigene Angebot zu integrieren, nicht zu gefährlich? Yahoo läuft doch Gefahr, Nutzer zu verlieren, statt sie zu gewinnen.
Riley: Die Entscheidung, uns zu öffnen, ist in der Tat ein Bruch mit der alten Firmenphilosophie. Aber die Nutzer werden immer besser darin, das zu finden, was sie im Internet suchen. Deswegen sind die Tage der in sich geschlossenen Seiten gezählt. Wir wollen dem Nutzer nicht nur das Beste zeigen, was wir im Angebot haben, sondern das Beste aus dem ganzen Internet.
mm.de: Yahoo steckt in einem bitteren Abwärtstrend. Und in Europa waren Sie ohnehin nie stark. Wie wollen Sie dies ändern?
mm.de: Was wollen Sie weiter erreichen auf dem europäischen Markt?
Riley: Heute nutzt die Hälfte aller Internetbesucher in Europa Yahoo. Ich will, dass sich diese Quote vergrößert - und zwar Monat um Monat. Ich werde aber keine konkreten Zahlen nennen. Und ich will den größten Marktanteil im Geschäft mit Display-Anzeigen gewinnen. Wir haben der Konkurrenz im vergangenen Jahr Marktanteile abgenommen und beabsichtigen, dies auch weiterhin zu tun. Aber auch hier kann ich leider keine konkreten Angaben machen.
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