Darmstadt - Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller Software AG
hat ein starkes Quartal hingelegt. Die Darmstädter übertrafen die Erwartungen und gaben einen neuen Jahresausblick ab. Der Umsatz einschließlich des jüngsten Zukaufs IDS Scheer
soll zwischen 835 und 845 Millionen Euro liegen bei einer Ebit-Marge von 25 bis 25,5 Prozent. Im Sommer hatten sie ihre ursprünglichen Ziele wegen der Übernahme über den Haufen geworfen. Vorbörslich legte die Aktie 2,6 um Prozent auf 63,58 Euro zu. "Insbesondere die Ebit-Marge hat positiv überrascht", hieß es von Experten.
Software-Finanzvorstand Arnd Zinnhardt sagte bei Vorlage der Zahlen: "Im abgelaufenen Quartal konnten wir die Früchte unserer Kostenmaßnahmen, die wir bereits im Dezember 2008 eingeleitet haben, ernten. So ist es uns gelungen, unsere Ebit-Marge auf dem angestrebten hohen Niveau zu halten."
Unternehmenschef Karl-Heinz Streibich zeigte sich zufrieden. "Wir haben den Vertrieb verbessert, wodurch unsere Großprojekte-Fähigkeit zunimmt. Die Auswirkungen der Krise lassen nach. Größere Abschlüsse sind wieder möglich." Im ersten Quartal sollen Umsatz und Gewinn über den Vorjahreswerten liegen.
Auch in Deutschland sieht es zunehmend positiv aus. Im Heimatmarkt will Streibich im nächsten Jahr mit den beiden Sparten ETS (Programme für Großrechner) und Webmethods (Integrationssoftware) wachsen. Auch das Geschäft in den Vereinigten Staaten habe deutliche Fortschritte gemacht. "Wir hatten ein gutes drittes Quartal dort und noch hohes Wachstumspotenzial", sagte Streibich.
Die Vertriebsschwäche, die Webmethods nach der Übernahme von IDS Scheer gebeutelt hatte, scheint Vergangenheit zu sein. "Das Geschäft für Webmethods wird einfacher. Abschlüsse in Millionenhöhe sind drin. Noch sei das Geschäft zwar zäher als 2007, doch zeichne sich eine allgemeine Verbesserung ab." Die Software AG profitiere besonders vom Cross-Selling zwischen den Produkten Webmethods und Aris, der Software der jüngst zugekauften IDS Scheer. Für eine konkrete Prognose sei es aber noch zu früh. Mit Blick auf die konjunkturelle Lage sagte Streibich: "Wir stellen fest, dass die Talsohle erreicht ist."
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