Hamburg - Die knappste Ressource, die erwachsenen Menschen in der westlichen Welt zur Verfügung steht, ist in der Regel: Zeit.
Die gute Nachricht: Das Internet und seine ständig wachsenden Möglichkeiten sollten eigentlich dabei helfen, Zeit zu sparen. Schließlich wird Post jetzt mit Lichtgeschwindigkeit zugestellt, Informationen sind blitzschnell verfügbar.
Die schlechte Nachricht: De facto aber tut das Internet das gleiche wie jedes neue Informations- und Kommunikationsmedium seit Erfindung der Keilschrift - es nimmt mehr Zeit, Aufmerksamkeit und damit Energie in Anspruch, als es freisetzt.
Was nicht heißen soll, dass es nicht unglaublich nützlich ist. Aber so manchem, selbst den hartgesottensten Informations- und Kommunikationsjunkies unter uns, reicht es langsam.
Ein Morgen im Büro: Multikanal-Kommunikation, bis der Kopf raucht
Die Möglichkeiten, die das Netz bietet, sind in den vergangenen 15 Jahren exponentiell gewachsen. Wer beispielsweise aus dem Urlaub kommt, kann dem Bekannten im Büro am anderen Ende der Stadt - oder des Landes, des Kontinents, der Welt - morgens blitzschnell seine Ferienfotos zeigen: Über Flickr, über Facebook oder MySpace, über Picasa oder Evernote, als E-Mail-Anhang ...
Ein voll aufgerüsteter Webbrowser ist in Verbindung mit ein paar Zusatzwerkzeugen heute eine mächtige Kommunikations- und Informationszentrale, wahnsinnig praktisch - und gleichzeitig ein Aufmerksamkeits- und Produktivitätsfresser, der Henry Ford vermutlich die Zornesröte ins Gesicht getrieben hätte.
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