Frankfurt - Die Lufthansa
kämpft mit den Folgen einer nächtlichen Computerpanne, die den Ausfall des Check-in und der Gepäckabfertigung weltweit verursacht hat. Bordkarten müssen nun teilweise per Hand ausgefüllt werden.
Gegen 3.40 Uhr am Mittwochmorgen sei es bei einem routinemäßigen Update zum Absturz des Zentralservers gekommen, sagte der Sprecher der Fluggesellschaft, Thomas Jachnow. Nach einem Datenübermittlungsfehler konnte der Server nicht wieder gestartet werden. Die genauere Ursache sei jedoch noch nicht bekannt, sagte Jachnow. Seit circa acht Uhr laufe das Basissystem wieder, doch die Computersysteme an den Flughäfen könnten nur sukzessive wieder hochgefahren werden.
Auf vielen Airports sind die Kunden von Europas größter Fluglinie daher auf die Schalter angewiesen, denn das Check-in an den Automaten ist in den Terminals nicht möglich. Bordkarten werden vom Personal manuell erstellt. Die Probleme bei der Abfertigung haben weltweit zu Verspätungen von bis zu einer Stunde geführt. Im innereuropäischen Flugverkehr gab es laut Jachnow außerdem einige Ausfälle.
Der Lufthansa-Sprecher befürchtet, dass die Probleme bis in den Abend andauern können. Das Unternehmen empfiehlt Kunden, die im Laufe des Mittwochs abfliegen wollen, die Möglichkeit eines Check-ins im Internet auf www.lufthansa.com zu nutzen.
Bereits im Juni vergangenen Jahres hat eine Panne beim Lufthansa-Computer für Ärger bei den Kunden gesorgt. Acht Flüge musste die Airline absagen, Zehntausende Passagiere waren von Verspätungen betroffen, vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt und München. Das Datenchaos betraf die Vorbereitung von etwa 1000 Flügen. Lufthansa hat täglich rund 2000 Starts und Landungen weltweit.
SPIEGEL ONLINE
© manager magazin Online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH