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manager magazin



10.09.2009
 

Smartphoneschaden

Wann sich die Handyversicherung lohnt

Geht das Smartphone zu Bruch, ist der Ärger groß. Denn während der Mobilfunkvertrag weiterläuft, wird das Telefon nicht ohne Weiteres ersetzt. Für den Schadensfall bieten Mobilfunkbetreiber Handyversicherungen an. Doch Verbraucherschützer halten solche Policen meist für überflüssig.

Düsseldorf - Laut dem Mobilfunkbetreiber Vodafone werden Handyversicherungen sehr gut angenommen. Besonders seien es Geschäftskunden, die beispielsweise ihre teuren Blackberrys versichern lassen, sagt Carmen Hillebrand, von Vodafone. Der Netzbetreiber bietet die Police seit Ende 2008 in Zusammenarbeit mit einem Versicherer an.

Ein Fall für die Versicherung? Manche Handypolicen übernehmen die Kosten, wenn ein Mobiltelefon kaputt ist
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Ein Fall für die Versicherung? Manche Handypolicen übernehmen die Kosten, wenn ein Mobiltelefon kaputt ist

Die Leistungen sind übersichtlich: schnellstmöglicher Handyersatz im Schadensfall oder bei Diebstahl. Ausgeschlossen von der Versicherung sind Schäden durch natürliche Abnutzung, Verschleiß, Alterung, Schäden durch Vorsatz sowie verlorene oder liegen gelassene Handys. Die Versicherung kostet monatlich 4,95 Euro, hinzu kommt eine Selbstbeteiligung von 30 Euro im Schadensfall.

Auch bei T-Mobile kann der Kunde sein Handy versichern lassen. Die Versicherung greift unter anderem bei Schäden, die durch einen Sturz verursacht werden, aber auch bei Schäden durch Frost oder Sturm, Brand oder Blitzschlag. Wie hoch der monatliche Beitrag zur Versicherung ist, hängt vom Wert des Telefons ab. Inklusive Diebstahlschutz, den der Kunde bei T-Mobile extra zahlen muss, liegen die Beiträge zwischen 3,49 und 14,99 Euro im Monat.

Die E-Plus-Gruppe bietet Kunden der Marken E-Plus, Base und Vybemobile statt einer Versicherung ein "Handy-Sorglos-Paket" an: Ab vier Euro pro Monat kann der Kunde ein aktuelles Modell mieten und es nach zwei Jahren wieder abgeben. Bei Diebstahl oder Verlust des Telefons werde es allerdings nicht ersetzt. "In solchen Fällen versuchen wir den Kunden dann mit Kulanz entgegen zu kommen", sagt Klaus Schulze-Löwenberg von E-Plus.

Hans Fluhme, Jurist bei der Verbraucherzentrale in Hamburg, findet das Modell der Handyvermietung grundsätzlich nicht schlecht: "Es hängt eben von den Konditionen im Einzelnen ab". In dem Angebot sehe er aber keinen besonderen Vorteil. Der Kunde habe schließlich ohnehin zwei Jahre Gewährleistung auf sein neues Handy. Die Vorteile von Handyversicherungen sind also überschaubar.

Für völligen "Quatsch" hält Edda Castelló von der Verbraucherzentrale in Hamburg die Versicherung für Handys: "Versicherungen sind dafür da, Existenzen zu schützen". Derjenige, der sein Handy versichert hat und dann berufsunfähig wird, würde sich ärgern, dass er nicht lieber zehn Euro mehr für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ausgegeben habe.

Viele Verbraucher würden eine falsche Vorstellung davon haben, was eine wichtige Versicherung ist, meint Castelló. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass ein bestimmter Schaden eintritt, sei das noch kein Argument für eine entsprechende Versicherung. "Viel nötiger ist es, sich gegen das zu versichern, was jemanden finanziell ruinieren kann." Wenn der Kunde die Prämien einer Handyversicherung zur Seite lege, könne er sich auch im Fall des Falles ein neues Mobiltelefon kaufen - notfalls eine Nummer kleiner.

Ein wenig positiver bewertet Rafaela Möhr vom Telekommunikationsportal Teltarif.de die Angebote: "Man muss sich fragen, welchen Wert das Handy hat und ob im Versicherungsschutz die alltäglichen Dinge eingeschlossen sind". Für teure und hochwertige Smartphones beispielsweise könne sich eine Police lohnen - für ein normales Handy aber nicht.

Erik Rossel, dpa

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