Donnerstag, 9. Februar 2012, 07:19 Uhr

manager magazin



10.09.2009
 

Paid Content

Google bastelt Bezahlplattform

Eigentlich liegt Google im Dauerclinch mit den amerikanischen Zeitungsverlagen, weil deren Inhalte auf Google News kostenlos abrufbar sind. Jetzt arbeitet der Suchmaschinenkonzern angeblich mit Hochdruck an einer Plattform, auf der Artikel zum Kauf angeboten werden können.

Washington - Google Chart zeigen arbeitet an einer Bezahlplattform für Zeitungen im Internet. Der Internetkonzern hat einen Vorschlag für ein solches Portal vorgelegt, auf dem Zeitungen ihre Inhalte kostenpflichtig anbieten können. Das geht aus einer Google-Erklärung hervorgeht, die das Journalismus-Forschungs-Institut der US-Universität Harvard, Nieman Journalism Lab, auf seiner Internetseite veröffentlichte. Google habe die Vorschläge bereits dem US-Zeitungsverband NAA übermittelt. Google folgte mit seinem Konzept einem Aufruf des amerikanischen Zeitungsverlegerverbandes NAA, Ideen für Mediengeschäftsplattformen einzubringen. Andere Beiträge kamen unter anderem von IBM Chart zeigen und Oracle Chart zeigen.

Auf neuen Wegen: Google arbeitet an Bezahlplattformen für Zeitungsartikel
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REUTERS

Auf neuen Wegen: Google arbeitet an Bezahlplattformen für Zeitungsartikel

Google erklärt in dem Schreiben, es sehe Werbung weiter als die wichtigste Einnahmequelle im Internet. Bezahlmodelle könnten aber "als wichtige Quellen zusätzlicher Einnahmen dienen". Google will sein Bezahlsystem, das sowohl Abonnements als auch Kleinstzahlungen zum Beispiel für einzelne Texte ermöglichen soll, im kommenden Jahr fertig haben. Der Konzern regte außerdem an, für Zeitungen ein Modell ähnlich dem Onlinemusikshop iTunes von Apple Chart zeigenaufzubauen. Dabei teilen sich Apple und die Musikstudios die Einnahmen aus den verkauften Songs.

In den USA suchen Zeitungen angesichts teils rapide sinkender Auflagen nach Wegen, die meist gratis verfügbaren Zeitungsinhalte im Internet kostenpflichtig zu machen. Das Verhältnis von Google und Zeitungsverlagen ist dabei angespannt. Die Verlage werfen Google vor, das Problem durch das kostenlose Bereitstellen von Nachrichten auf der Internetseite Google News zu verschlimmern. Google hatte stets argumentiert, den Zeitungen über Google News mehr Leser zuzuführen.

manager-magazin.de mit Material von afp und dpa

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