Der Software-Gigant Microsoft
soll außerdem mehr als 290 Millionen Dollar an den kanadischen Konkurrenten i4i wegen eines Patentverstoßes zahlen. Das entschied am Mittwoch ein US-Bundesgericht. Zudem dürfe der Rivale von Google und Yahoo keine Produkte mehr verkaufen, die eine .XML-, .DOCX- oder .DOCM-Datei öffnen könnten.
In dem 2007 gestarteten Prozess hatte i4i geklagt, dass der weltgrößte Software-Konzern bewusst Anwendungen des Toronter Unternehmens bei Word und Vista integriert habe.
Verkauf von Word in Gefahr
Microsoft will gegen das Gerichtsurteil in Berufung gehen. Der Konzern habe nicht gegen Patentrechte verstoßen, sagte ein Firmensprecher. Microsoft muss binnen 60 Tagen auf das Urteil reagieren, sonst droht möglicherweise in den kompletten USA ein Verkaufsverbot für das weit verbreitete Textverarbeitungsprogramm Word.
Für Microsoft ist es nicht der erste Patentstreit. Erst im März hatte das US-Unternehmen einen Streit mit dem Navigationsgeräte-Hersteller TomTom beigelegt. Die Microsoft-Aktie legte am Vormittag an der Wall Street um knapp 1,6 Prozent zu.
manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa
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