Redmond - Der größte Software-Konzern der Welt und der global führende Handy-Produzent gaben am Mittwoch eine Allianz bekannt, die den Einsatz der geplanten Online-Version von Microsofts Office auf Mobiltelefonen möglich macht. Der Startschuss soll im kommenden Jahr fallen.
Dies sei eine Kampfansage an RIM und andere Rivalen, sagte Robert Andersson, Vize-Präsident der Geschäftsführung von Nokia. "Ich denke nicht, dass der Blackberry die Art von Wettbewerb gesehen hat, die wir ihm jetzt liefern können."
Mit Microsofts Online-Office-Paket können Kunden auf Programme wie Word, Excel und PowerPoint über das Internet zugreifen. Damit kontert Microsoft
eine Attacke des Rivalen Google
, der kostenlose Online-Versionen von E-Mail-, Textverarbeitungs- und Kalenderprogrammen anbietet.
Die Vereinbarung umfasst auch den Einsatz des Chatprogramms Instant Messenger von Microsoft, teilten beide Firmen am Dienstag in Redmond und Espoo mit.
Angebot für Unternehmen und private Kunden
"Mit über 200 Millionen Smartphone-Kunden ist Nokia weltweit der größte Hersteller dieser Geräteklasse und damit ein natürlicher Partner für Microsoft", sagte Stephen Elop, Präsident der Business- Abteilung bei Microsoft. Neben den Office-Anwendungen Word (Textverarbeitung), Excel (Tabellenkalkulation) und PowerPoint (Präsentation) werde auch die Produktivitätssoftware OneNote unterstützt.
Die Lösung soll gemeinsam in Unternehmen, aber auch bei Mobilfunkprovidern und bei privaten Anwendern vermarktet werden. Im bei Firmenkunden kann Nokia
künftig auch das Microsoft-Produkt Sharepoint anbieten, mit dem sich firmeninterne Webseiten erstellen lassen. Das Office-Paket für Nokia soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen, zuerst für die Business-Mobiltelefon der E-Serie von Nokia.
Die Partner Nokia und Microsoft treten am Markt gleichzeitig als Wettbewerber auf, da Nokia-Rivalen wie HTC und Samsung
Smartphones und Handys mit dem Betriebssystem Windows Mobile von Microsoft im Programm haben. Gleichzeitig hatte Nokia schon jetzt eine Technologie von Microsoft lizenziert, um E-Mails von einem Microsoft-Exchange- Server anzeigen zu können.
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