Berlin - Wer seine digitalen Urlaubsbilder in handlichen Fotobüchern oder als Poster an der Wand sehen möchte, der hat die Qual der Wahl: Drogerieketten, Fotofachhändler, Elektromärkte, Lebensmitteldiscounter und reine Internetanbieter - überall dort gibt es digitale Printdienste.
Die Stiftung Warentest nahm 13 von ihnen unter die Lupe. Der Sieger im Vergleichstest heißt Saturn: Ob Fotobücher oder Poster, der Elektronikmarkt überzeugt mit "guter" Qualität. Schlusslicht im Test war der Internetdienst Fotokasten. Der Anbieter ist Stiftung Warentest zufolge teuer und erreicht nur ein "Ausreichend", die Qualität der Fotobücher ist sogar nur "mangelhaft".
Fotobücher erinnern an Fotoalben, das lästige Einkleben der Bilder entfällt jedoch. Der Besteller erhält sie direkt auf Papier gedruckt als gebundenes Buch. Saturn, Media Markt, Rossmann und Snapfish liefern "gute" Fotobücher: Ob Schärfe, Farbe oder Kontrast - die Qualität stimmt.
Das ist jedoch leider nicht die Regel, denn die meisten Fotobücher sind "befriedigend", ein Album ist lediglich "ausreichend". Die Bücher von Fotokasten sind sogar "mangelhaft": Sie fallen beim häufigen Durchblättern auseinander. Für teure 35 Euro ist das sehr ärgerlich und ein Fall für die Reklamation. Auch bei den Postern liegt Saturn vorn: Die Farben überzeugen, die Bestellung funktioniert problemlos, der Gesamteindruck ist "gut".
Ebenfalls "gut" ist Foto Quelle, knapp dahinter platzieren sich Lidl, Schlecker und Pixelnet. Anders als Fotobücher, entwickeln die Labore Poster - wie Fotoabzüge - meist noch fotochemisch. Das liefert brilliantere Farben als der Druck, garantiert jedoch nicht automatisch die bessere Qualität. Ein Beispiel hierfür ist Pixopolis: Die "mangelhaften" Poster sind mit 13 Euro fast doppelt so teuer wie bei Media Markt, die Farben sind verfälscht, das Papier ist zu dünn und die Wartezeit lang - über drei Wochen dauert die Lieferung im Schnitt.
Die Auswahl an Albenformaten ist groß. Der Nutzer kann zwischen verschiedenen Einbänden, Bindungen und Seitenzahlen wählen. Ebenso umfangreich ist die Preisspanne: Am günstigsten sind Aldi und Lidl. Die Discounter bieten A4-Fotobücher mit Hardcover für rund 21 Euro, inklusive Versand- und Bearbeitungskosten. Die "guten" Fotobücher sind mit etwa 31 Euro deutlich teurer. Am meisten zahlt der Kunde bei Fotokasten: 35 Euro verlangt der Onlineanbieter für ein Fotobuch. Poster sind insgesamt günstiger. Zwischen sieben und 17 Euro kostet ein Abzug im A2-Format.
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